Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy soll in den Dopingfall um Lance Armstrong verwickelt gewesen sein.

Wie das renommierte französische Wochenmagazin "Le Nouvel Observateur" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, habe der Staatschef persönlich dafür gesorgt, dass der Armstrong gegenüber kritisch eingestellte Pierre Bordry als Chef der Anti-Doping-Agentur Frankreichs (AFLD) abgesetzt wurde.

Das Blatt zitiert Bordry mit den Worten: "Armstrong hat es mir selbst gesagt. Er hat geprahlt, dass er beim Präsidenten meinen Kopf gefordert habe. Ich habe dann im Elysee-Palast um ein Dementi gebeten, doch ich habe keine Antwort bekommen. Ich war entsetzt."

Bordry war bis 2010 oberster Dopingfahnder in Frankreich. Die AFLD hatte sich nach Armstrongs Comeback im Jahr 2009 nach Kräften bemüht, den Texaner des Dopings zu überführen.

Sarkozy galt als großer Bewunderer Armstrongs, empfing ihn einige Male im Elysee-Palast. Armstrong schenkte ihm 2010 sogar eine Rennmaschine mit dem Namen des Präsidenten.

Nach der Frankreich-Rundfahrt 2009 hatte Sarkozy gesagt: "Meiner Meinung nach war diese die schönste Tour von Lance. Zwar war dies keiner seiner sieben Siege, aber Platz drei ist eine wundervolle Rückkehr gewesen."

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