Dem russischen Rad-Rennstall Katjuscha mit dem sportlichen Leiter Erik Zabel ist aufgrund der hohen Anzahl von Dopingfällen in den vergangenen vier Jahren die Lizenz für die WorldTour verweigert worden. Dies erklärte Generalmanager Wjatscheslaw Jekimow am Rande der Teampräsentation am Mittwoch in Brescia/Italien.

Gleichzeitig äußerte der dreimalige Olympiasieger sein Unverständnis über die Entscheidung des Rad-Weltverbandes UCI und verteidigte den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

"Uns wurde mitgeteilt, dass Katjuscha im Zeitraum von 2009 bis 2012 die meisten Dopingfälle aller Pro-Tour-Teams hatte. Außerdem hat die UCI gesagt, wir würden teamintern zu wenig Tests durchführen lassen", erklärte Jekimow: "Uns wurden die Fälle von Alexander Kolobnew und Denis Galimsjanow zur Last gelegt, aber sie sollten nicht zählen."

Kolobnew (Diuretika) sei von allen Dopingvorwürfen freigesprochen worden, Galimsjanow (Epo) habe die alleinige Verantwortung übernommen.

Am Donnerstag wurde Galimsjanow von der russischen Anti-Doping-Agentur für zwei Jahre gesperrt. Der Beginn wurde rückdatiert auf den 13. April 2012.

Die UCI hatte Katjuscha überraschend nicht auf der neuen Liste der 18 Teams für die WorldTour geführt und dem Team damit die Lizenz für die "erste Liga" in der Saison 2013 verweigert.

Dadurch ist Katjuscha im kommenden Jahr bei Rennen wie der Tour de France und dem Giro d'Italia auf Einladungen der Veranstalter angewiesen. Gegen die Lizenzverweigerung war Katjuscha vor den CAS gezogen.

"Wir wollen nicht in den Krieg gegen die UCI ziehen. Wir wollen nur um unsere Rechte kämpfen", sagte Jekimow.

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