Benedetto Roberti, leitender Staatsanwalt im sogenannten Padua-Fall, wird in den kommenden Wochen seine Untersuchungen zum berüchtigten Doping-Arzt Michele Ferrari veröffentlichen. Das berichtet "The Telegraph".

In einem Interview mit "Tuttobici" erklärte Roberti, dass er von Radprofis von der Anwendung zweier neuer Arten von EPO erfahren habe. Der Italiener befürchtet, dass die beiden Dopingmittel auch bei den Olympischen Spielen in London zum Einsatz gekommen sein könnten.

Roberti berichtete, dass das eine Dopingmittel "EPO Z" gennant werde, das andere sei eine Mischung aus China. Zudem warnte der Staatsanwalt vor dem Gebrauch des 2008 erstmals entdeckten Mittels "Aicar".

"Radprofis haben mir berichtet, dass einige Stoffe im Umlauf seien, die nicht nachweisbar sind. Erythropoietin, besser bekannt als EPO Z, kann mit Hilfe von Dopingtests nicht entdeckt werden und wurde 2010 in Italien patentiert. In diesem Jahr wurde ein Erythropoietin aus China eingeführt, dessen Namen ich nicht kenne. Und dann gibt es noch Aicar, eine Pulverform aus Osteuropa, die für eine Art von Gendoping verwendet wird."

Roberti beschäftigt sich bereits seit 2010 mit den Vorwürfen gegen Ferrari. Italienische Medien spekulieren nun, dass seine neuesten Ergebnisse der Radsport-Szene einen ähnlichen Schaden zufügen könnten wie der Sturz des ehemaligen Tour-Dominators Lance Armstrong.