Der ehemalige Telekom-Fahrer Jörg Jaksche fürchtet bei einem umfassenden Doping-Geständnis von Lance Armstrong schwere Folgen für den Radsport. Ein völliger Stillstand sei möglich, sollte Armstrong auspacken, wie von der "New York Times" berichtet.

"Wenn er 100 Prozent gesteht, droht dem Radsport ein Sabbatjahr", sagte Jaksche der "dpa": "Eine umfassende Beichte hätte weitreichende Folgen für den Weltverband UCI und die Tour-de-France-Organisation ASO. Armstrong hatte Einfluss in die höchsten politischen Kreise."

Jaksche, der zu den 26 Belastungszeugen vor der US-Anti-Doping-Agentur USADA gegen Armstrong gehörte, spricht sich dennoch für ein Geständnis des gefallenen Tourminators aus.

"Seine Situation und seine Rolle würde dadurch objektiver betrachtet werden", findet Jaksche.

Armstrong waren nach seiner Verurteilung seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt worden.