Rudolf Scharping will nun doch Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bleiben - wenn sich die BDR-Spitze entscheidend umstellt.

Der 65-Jährige kündigte am Donnerstag in Frankfurt/Main an, unter bestimmten Voraussetzungen bei der Bundeshauptversammlung am 23. März in Gelsenkirchen für eine dritte Amtszeit zu kandidieren.

"Wenn diese geschaffen sind, habe ich die Möglichkeit, meine geschäftlichen und beruflichen Belange damit zu verküpfen - dann stehe ich zur Verfügung", sagte Scharping: "Und es ist ein ausgeprägter Wille da, diese Voraussetzungen zu schaffen."

Damit könnte es in Gelsenkirchen zu einer Kampfabstimmung mit Scharpings Vorgängerin Sylvia Schenk kommen, die eine erneute Kandidatur in Aussicht gestellt hatte.

In den letzten "15 bis 20 Tagen" hätten Scharping "viele E-Mails und Anrufe" davon überzeugt. Unter anderem müsse ein Stellvertreter installiert werden, den "ich wirklich brauche, der mich wirklich vertreten kann und nicht nur ersetzt", sagte der ehemalige SPD-Spitzenpolitiker.

Die seit gut zwei Wochen kursierenden Rücktrittsgedanken Scharpings seien nur Mittel zum Zweck gewesen. "Ich habe nur dokumentiert, was im BDR los ist. Ein Geheimnis ist das nicht", sagte der frühere Kanzlerkandidat: "Ich wollte Klarheit innerhalb des Präsidiums und der Konferenz der Landesverbandspräsidenten schaffen."

Der Weg über die Öffentlichkeit sei der richtige gewesen. "Wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, bin ich immer dafür, diese offen und transparent zu führen."