Der mutmaßliche Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Kooperation mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und zur Nennung der Namen seiner Kunden erklärt.

Wenn die Zusammenarbeit die Aushändigung der Liste seiner Klienten beinhalte, werde er diese herausgeben. Dies sagte der Spanier am Rande des Prozesses um die "Operacion Puerto" in Madrid.

Zugleich forderte Fuentes eine "einvernehmliche Zusammenarbeit" mit den Dopingbekämpfern.

In einer der größten Dopingaffären im Weltsport hatte die Staatsanwaltschaft am vergangenen Freitag in ihrem Schlussplädoyer eine zweijährige Haftstrafe für Fuentes gefordert.

Es sei erwiesen, dass Fuentes "die Seele eines betrügerischen Systems" gewesen sei, argumentierte Staatsanwältin Rosa Calero. Neben dem Hauptangeklagten Fuentes stehen auch die ehemaligen Teamchefs Manolo Saiz (Once/Liberty Seguros) und Vicente Belda (Kelme) sowie Fuentes' Schwester Yolanda vor Gericht.

Die Angeklagten haben am 2. April zum letzten Mal Gelegenheit, vor dem Gericht ihre Sicht der Dinge darzulegen.

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