Ein Massensturz wenige Kilometer vor dem Ziel hat Zeitfahrweltmeister Tony Martin und Andreas Klöden zum Auftakt der 53. Baskenland-Rundfahrt die Chancen auf eine Top-Platzierung geraubt.

Der zweimalige Gesamtsieger Klöden (RadioShack) verlor auf der ersten Etappe über 156,5 Kilometer mit Start und Ziel in Elgoibar als 25. allerdings nur fünf Sekunden auf Sieger Simon Gerrans (Australien/Orica). Martin (Quick Step) belegte 28 Sekunden hinter Gerrans Rang 75.

Martin war wie zahlreiche andere Fahrer an der letzten Bergwertung des Tages zu Fall gekommen. Wie Röntgenaufnahmen zeigten, zog sich der 27-Jährige bei seinem Sturz auf das linke Handgelenk aber keine Brüche zu.

Auch Martins Start auf der zweiten Etappe am Dienstag über 170,2 Kilometer zwischen Elgoibar und Vitoria-Gasteiz ist nicht gefährdet.

"In meinem linken Handgelenk hat es sofort wehgetan und ich dachte, dass es vielleicht die alte Fraktur von der Tour de France aus dem vergangenen Jahr ist", sagte Martin.

Im Krankenhaus gaben die Ärzte dem Olympiazweiten im Kampf gegen die Uhr, der sich 2012 bei der Frankreich-Rundfahrt das Kahnbein gebrochen hatte, aber Entwarnung.

Dagegen musste Martins Teamkollege Dries Devenyns (Belgien) das Rennen wegen eines Armbruchs aufgeben.

Nachdem der Sturz das Feld gespalten hatte, entschied Gerrans den Sprint einer 17 Fahrer umfassenden Spitzengruppe vor Martins slowakischem Teamkollegen Peter Velits für sich.

Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank), der im Baskenland 2008 und 2009 gewonnen hatte, fuhr zeitgleich auf den siebten Rang.

Die Rundfahrt endet am Samstag mit einem Einzelzeitfahren in Beasain.

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