Einen Tag vor Beginn seines Betrugsverfahrens hat Ex-Radprofi Stefan Schumacher von einem früheren Teamkollegen heftigen Gegenwind erhalten.

"Er will seinen Kopf aus der Schlinge ziehen, deshalb schlägt er um sich", sagte der frühere Gerolsteiner-Profi Sven Krauß im Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochsausgabe).

Der überführte Dopingsünder Schumacher muss sich ab Mittwoch vor dem Stuttgarter Landgericht wegen Betrugs am mittlerweile aufgelösten Team Gerolsteiner verantworten. Es geht um Gehaltszahlungen von 150.000 Euro.

In seinem Geständnis im Nachrichtenmagazin Spiegel hatte Schumacher seinen einstigen Chef Hans-Michael Holczer schwer belastet und von einer "rollenden Apotheke" gesprochen.

"Er hat Russisch Roulette gespielt. Antidopingkampf war sein Marketingkonzept nach außen. Dabei hat er gewusst, was im Team läuft", sagte Schumacher zuletzt der "Stuttgarter Zeitung".

Nun erwiderte Krauß: "Wenn Holczer ihm Doping hätte beweisen können, dann hätte er Schumacher angezeigt und rausgeworfen. Da bin ich sicher."

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