Rudolf Scharping, im März wiedergewählter Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, geht die geplante Verschärfung des Arzneimittelgesetzes im Kampf gegen Doping noch nicht weit genug.

"Der Schritt ist grundsätzlich zu begrüßen", sagte der 65-Jährige am Freitag: "Die Bundesregierung und das Parlament sollten aber überlegen, über das Erwerbsverbot hinaus den Handel und die bloße Weitergabe sowie den Transport von Dopingmitteln ebenfalls unter Strafe zu stellen."

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung, demzufolge der Besitz nicht geringer Mengen Dopingmittel und auch deren Erwerb strafbar wären, soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Deutschen Bundestag beschlossen werden und bedarf laut Gesundheitsministerium nicht der Zustimmung des Bundesrates.

Im Juli 2013 könnte das Gesetz in Kraft treten.

Das Erwerbsverbot würde den Druck auf die Doping-Drahtzieher erhöhen. Für die gedopten Sportler würde sich die Situation dagegen kaum verschärfen. Entsprechend will die rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg noch einen Schritt weiter gehen und am 3. Mai per Gesetzentwurf im Bundesrat ein Anti-Doping-Gesetz auf den Weg bringen.

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