Vor dem Start des Radsport-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich haben Umweltschützer mit Strafanzeigen gegen 20 Top-Fahrer für Unruhe im Starterfeld gesorgt.

Ein Gericht entschied am Mittwoch, dass zwölf Fahrer jeweils 500 Euro Strafe zahlen müssen, weil sie im vergangenen Jahr Trinkflaschen und Verpackungen in die Natur geworfen hatten. Die Namen der "Umweltsünder" werden erst noch bekanntgegeben.

Bei Profi-Radrennen sind Zonen für die Entsorgung des Abfalls eingerichtet, nicht alle Fahrer halten sich jedoch an die Regeln. Bei der letzten Auflage des Eintagesrennens hatten Fernsehbilder die Umweltverschmutzung belegt.

Laut der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" stand sogar ein Startverbot für die beschuldigten Fahrer im Raum, doch so weit ging das Gerichtsurteil nicht. "Wir haben nicht die Macht, den Start von Fahrern in einem Rennen zu verhindern", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Bereits beim Ardennen-Klassiker Fleche Wallonne hatten Umweltschützer 2010 versucht, die Fahrer für ihr achtloses Verhalten vor Gericht zu bringen. Damals erhob die Staatsanwaltschaft allerdings keine Anklage.

Die 99. Auflage des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich findet am Sonntag statt.

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