Ausgerechnet Dopingsünder Jan Ullrich schwingt sich sich zum Fürsprecher des deutschen Radsports auf und forderte die durch viele Manipulationsskandale vergraulte Wirtschaft zu einem verstärkten Engagement auf.

"Ich hoffe, dass sich ein Sponsor findet, um ein wieder ein deutsches Proteam aufzubauen", sagte der 39-Jährige am Rande eines Jedermann-Rennens in Köln: "Die Etappensiege bei der Tour de France durch Marcel Kittel, Andre Greipel und Tony Martin zeigen, dass wir Potenzial haben."

In Ullrichs ehemaligem Team Telekom hatten in den 90er Jahre viele Fahrer gedopt. Daraufhin hatten sich Sponsoren und Medien sukzessive aus dem Radsport zurückgezogen. 2010 löste sich Milram als bislang letztes deutsches Profi-Team auf.

Wie Ullrich, der seit Ablauf seiner nachträglich verhängten Dopingsperre am 22. August wieder an Radsport-Veranstaltungen teilnehmen darf, warb auch das deutsche Idol Rudi Altig in der Domstadt vor dem Hintergrund der jüngsten Tour-Etappenerfolge deutscher Fahrer für mehr TV-Präsenz des Radsports.

"Es geht wieder aufwärts, das sieht man. Ich hoffe, dass Deutschland das begreift und wieder mehr darüber berichtet wird", sagte der 76 Jahre alte Ex-Weltmeister.

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