Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin ist auf der Königsetappe der Vuelta ausgestiegen. Der Cottbuser vom Team Quick Step gab rund 35 km vor dem Ziel im französischen Peyragudes auf. Den Sieg auf dem 224,9 km langen 15. Teilstück sicherte sich der Franzose Alexandre Geniez.

Die erste Pyrenäen-Etappe hatte am Samstag der Italiener Daniele Ratto (Cannondale) bei Regen, Nebel und Temperaturen unter zehn Grad auf dem Collada de la Gallina in Andorra für sich entschieden.

Der 25 Jahre alte Geniez vom Team FDJeux hatte auf der längsten Etappe der 68. Spanien-Rundfahrt im Ziel nach 6:20:12 Stunden stolze 3:03 Minuten Vorsprung auf den früheren Giro-Sieger Michele Scarponi (Italien/Lampre), Dritter wurde der Ire Nicolas Roche (Saxo), der vier Sekunden hinter Scarponi lag.

Mit Platz vier (+3:20) verteidigte der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) das Rote Trikot des Gesamtführenden mit 50 Sekunden Vorsprung auf den Amerikaner Christopher Horner (RadioShack), der zeitgleich mit Scarponi das Ziel erreichte.

Tony Martin war auf der 15. Etappe vor dem Schlussanstieg vom Rad gestiegen. Der 28-Jährige hatte die Spanien-Rundfahrt als Vorbereitung auf die Straßen-WM in Florenz (22. bis 29. September) genutzt. Im einzigen Zeitfahren der Vuelta unterlag der gebürtige Cottbuser seinem Schweizer Kontrahenten Fabian Cancellara (RadioShack) allerdings deutlich.

Am Montag stehen vergleichsweise einfache 189 km zwischen Calahorra und Burgos auf dem Programm. Die Vuelta endet am 15. September traditionell in Madrid.

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