Dominik Nerz hat trotz einer ganz starken Vorstellung den Sieg auf der 16. Vuelta-Etappe knapp verpasst.

Der 24-jährige BMC-Fahrer kam bei der Bergankunft auf 1800 m Höhe im Ski-Ressort Aramon Formigal auf einen starken vierten Platz und lag letztlich nur acht Sekunden hinter dem französischen Sieger Warren Barguil vom Team Argos, der sich hauchdünn vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran vom Team Sky durchsetzte.

Mit Platz drei bescherte der Pole Bartosz Huzarski dem deutschen Team NetApp einen Achtungserfolg.

Der 21-jährige Neu-Profi Barguil, Mannschaftskollege der diesmal nicht bei der Spanien-Rundfahrt teilnehmenden deutschen Topsprinter Marcel Kittel und John Degenkolb, sicherte sich seinen zweiten Etappensieg bei der 68. Vuelta.

"Ich schwebe auf Wolke sieben", sagte Youngster Barguil: "Gestern hatte ich wirklich schlechte Beine, daher wollte ich es heute eigentlich locker angehen."

Für Argos war es im Debütjahr als Team der höchsten Kategorie bereits der siebte Erfolg bei einer der drei großen Landesrundfahrten.

Beim Giro gewann Degenkolb einmal, Kittel sprintete bei der Tour gleich viermal zum Sieg.

Das Rote Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Italiener Vincenzo Nibali vom Team Astana mit Platz 26 erfolgreich.

Der Giro-Sieger zeigte aber im Schlussanstieg Schwächen und verlor einige Sekunden auf seine Kontrahenten.

Nibali liegt nun nur noch 28 Sekunden vor Routinier Christopher Horner (USA/RadioShack), der drittplatzierte Spanier Alejandro Valverde (Movistar/+1:14 Minuten) ist ebenfalls noch in Schlagdistanz.

Nerz verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz 16 (+15:33).

Nerz war mit acht weiteren Fahrern ausgerissen. Aus der Fluchtgruppe löste sich am Schlussanstieg Barguil und sah schon wie der sichere Sieger aus, ehe Uran noch einmal aufschloss.

Das Spitzenduo taktierte, so dass auch Nerz mit Huzarski noch einmal dicht herankamen.

Auf den letzten Metern fehlte dem Deutschen aber die Kraft.

Am Dienstag legt die Spanien-Rundfahrt den zweiten und letzten Ruhetag ein.

Am Mittwochr stehen vergleichsweise einfache 189 km zwischen Calahorra und Burgos auf dem Programm.

Die Vuelta endet am Sonntag traditionell in Madrid.

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