Der ehemalige Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer sieht seine zweite Zeugenaussage im Betrugsprozess gegen Radprofi Stefan Schumacher als Chance.

"Es macht sicherlich keinen Spaß, da würde ich lügen", sagte Holczer vor dem 16. Verhandlungstag vor dem Landgericht Stuttgart am Mittwoch. "

Aber das ist auch eine Möglichkeit, manche Dinge, die mir da zugetragen wurden, aus meiner Sicht zu beantworten und aus meiner Sicht mit dem ein oder anderen Dokument zu belegen."

Schumacher wird vorgeworfen, er habe Holczer um Gehalt in Höhe von 151 463,50 Euro betrogen. Bei der Tour de France 2008 hatte der 32-Jährige trotz Nachfrage Doping geleugnet, war aber später positiv getestet und gesperrt worden.

Schumacher sagt, Holczer habe von Doping im Team gewusst und könne daher nicht von ihm betrogen worden sein. Holczer hat das in seiner ersten Aussage im April und auch danach vehement bestritten.

Andere Zeugen in dem Prozess hatten mit ihren Aussagen eine Mitwisserschaft Holczers teilweise nahegelegt, teilweise aber auch als nicht zutreffend beschrieben. Das Urteil ist für den 29. Oktober geplant.

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