Hans-Michael Holczer hat den wegen Betrug angeklagten Radprofi Stefan Schumacher aufgefordert, den Namen des Arztes nicht länger zu verschweigen, der ihn beim Dopen unterstützt hat.

"Es wäre mal an der Zeit für ihren Mandanten, den Namen des Teamarztes zu nennen, der ihm dabei geholfen hat. Denn Teamarzt impliziert, dass es was mit dem Team zu tun hatte", sagte Holczer am Mittwoch als Zeuge vor dem Landgericht Stuttgart.

Bei Gerolsteiner war er Teamchef von Schumacher.

Zuvor hatte sich der 59-Jährige wie erwartet gegen den Vorwurf gewehrt, er habe von Doping in dem Radteam gewusst. "Wir waren ein anderes Team. Das kommt durch viele Dinge zum Ausdruck.

Das kommt zum Ausdruck durch einen ganz anderen Umgang mit dem Thema oder auch dadurch, dass sich ihr Mandant Wege außerhalb des Teams suchen musste", sagte Holczer.

"Ich habe niemals in meinem Leben auch nur einen Cent oder einen Pfennig für Dopingmittel ausgegeben oder für Dopingmittel zur Verfügung gestellt."

Schumacher ist angeklagt, Holczer um Gehalt in Höhe von 151 463,50 Euro betrogen zu haben. Er hatte bei der Tour de France 2008 Doping trotz Nachfrage abgestritten, war später aber positiv getestet und gesperrt worden.

Schumacher sagt, Holczer habe von Doping im Team gewusst und könne nicht betrogen worden sein.

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