Brian Cookson hat im Kampf um die UCI-Präsidentschaft einen wichtigen Etappensieg errungen.

Der Brite, der am 27. September am Rande der Straßen-WM in Florenz den umstrittenen Iren Pat McQuaid als Chef des Radsport-Weltverbandes ablösen will, erhielt Sonntagmorgen in Zürich bei einer geheimen Abstimmung die Unterstützung der europäischen Föderationen UEC. In dem Votum erhielt Cookson 27, McQuaid nur 10 Stimmen.

Die UEC wies ihre 14 in Florenz stimmberechtigten Mitglieder, zu denen auch der deutsche Vertreter Toni Kirsch gehört, an, bei der Wahl in der Toskana Cookson die Stimme zu geben. Insgesamt dürfen dort 42 UCI-Vertreter ihre Stimme abgeben.

Für Pat McQuaid wird die Wiederwahl damit immer unwahrscheinlicher. Bereits die verantwortlichen der Ozeanien-Region hatte angekündigt, mit ihren drei Stimmen Brian Cookson zu unterstützen.

McQuaid war wegen seiner fragwürdigen Haltung im Doping-Skandal um Lance Armstrong auch von seinem irischen Heimatverband die Rückendeckung verweigert worden. Damit fehlt McQuaid eigentlich die Grundlage für eine Kandidatur.

Da der 63-Jährige auch in der Schweiz eine Lizenz besitzt, wollte er sich vom dortigen Verband aufstellen lassen. Doch Swiss Cycling zog seine Unterstützung ebenfalls zurück.

Nun muss McQuaid beim UCI-Kongress am 27. September zunächst auf eine Änderung der Statuten hoffen, damit seine avisierte Nominierung durch die Verbände Marokkos und Thailands wirksam wird. Cookson lässt derzeit die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs überprüfen.

Die Aufstellung sei erst nach Ablauf der entsprechenden Frist erfolgt. In Zürich votierten die UEC-Vertreter allerdings dafür, McQuaids Nominierung durch Marokko und Thailand zuzulassen.

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