Profiradsportler Dominik Nerz will mit den Sünden der Vergangenheit von Jan Ullrich und Erik Zabel nichts zu tun haben, sauer auf die Übeltäter ist er aber nicht.

"Ich denke, sauer kann man nicht sein. Es waren damals einfach andere Zeiten und ich bin dort nicht groß geworden. Zu dem was da gelaufen ist, kann ich nicht viel sagen", sagte der 24-Jährige bei SPORT1.fm.

Angesichts der vielen Erfolge junger Radsportler sieht der Bayer aber eine positive Zukunft.

"Ich bin mir relativ sicher, dass der Radsport auf einen guten Weg ist. Ich denke, wir haben noch einiges vor uns und auch einiges wieder gut zu machen. Ich hoffe, dass ich für eine andere Generation den Sport präsentieren kann, weil es einfach ein supergeiler Sport ist."

Die am Sonntag zuende gegangene Vuelta beendete Nerz als bester Deutscher auf dem 14. Platz. Nach drei Wochen höchster körperlicher Anstrengung ist Nerz über seinen größten Erfolg zufrieden:

"In erster Linie bin ich jetzt gerade einfach sehr erschöpft. Ich merke einfach, dass die letzten drei Wochen für mich sehr anstrengend waren. Ich bin natürlich super glücklich aber auch super müde. Das hinterlässt einfach Spuren."

Während der Spanienrundfahrt mauserte sich der 24-Jährige vom Helfer zum Top-Fahrer seines Teams BMC Racing: "Als ich am Start der Vuelta stand, war mein persönliches Ziel noch gar nicht klar, da ich einen anderen Kapitän im Team hatte, für den ich arbeiten sollte. Über das Rennen hat sich dann entwickelt, dass ich diese Rolle übernehmen sollte und jetzt bin ich froh, wie es gelaufen ist."

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