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Tony Martin wurde 2011, 2012 und 2013 Zeitfahrweltmeister © getty

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin ist skeptisch, bei Klassiker-Spezialist John Degenkolb herrscht dagegen Vorfreude.

Das herausfordernde Profil der fünften Tour-de-France-Etappe am Mittwoch mit neun Kopfsteinpflaster-Passagen hat bei den deutschen Radprofis ein geteiltes Echo ausgelöst.

"Ich persönlich finde, das Pflaster gehört nicht in die Tour. Es werden dort einige die Tour verlieren, davon kann man ausgehen. Es ist eine Lotterie", sagte QuickStep-Profi Martin.

Die vom Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix gefürchteten Pave-Sektoren sind bis zu 3,7 Kilometer lang und werden Mensch und Material alles abverlangen.

"Der Veranstalter will Spektakel, es wird sicher die höchsten Einschaltquoten geben. Die Leute wollen es sehen, also werden sie es bekommen", sagte Martin.

Vor allem die Teams der Favoriten auf den Gesamtsieg werden die Strecke mit größter Vorsicht passieren und ihre Kapitäne über die schweren Streckenabschnitte eskortieren.

Wer stürzt, kann die Tour bereits verlieren. So erging es 2010 dem Luxemburger Fränk Schleck, der auf dem holprigen Kurs im Nordosten Frankreichs zu Fall kam und verletzt aussteigen musste.

Beim Team Sky um Titelvertediger Christopher Froome dürften Bernhard Eisel und Geraint Thomas die Eskorte bilden, Herausforderer Alberto Contador wird beim Tinkoff-Team wohl vor allem von Daniele Bennati und Matteo Tossato beschützt werden.

Die Klassiker-Spezialisten rechnen sich dagegen einiges aus. "Ich habe mich über die Etappe gefreut. Sie liegt uns garantiert besser, als eine über fünf Bergpässe", sagte Degenkolb.

Der 25-Jährige hatte bei der diesjährigen Ausgabe von Paris-Roubaix mit dem zweiten Platz überzeugt.

Nachdem er sich bislang vor allem für Sprint-Star Marcel Kittel verausgabt hat, peilt Degenkolb am Mittwoch seinen ersten Tour-Etappensieg an.

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