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Alberto Contador war auf der zehnten Tour-Etappe schwer gestürzt
Alberto Contador gewann die Tour 2007 und 2009 © getty

Der spanische Radprofi Alberto Contador hat nach seinem sturzbedingten Aus bei der 101. Tour de France am Dienstag die Heimreise angetreten.

Der 31-Jährige flog gegen 12.00 Uhr in einem Privatjet des Teameigners Oleg Tinkow nach Madrid und unterzog sich dort weitergehenden Untersuchungen.

Dann soll entschieden werden, ob sein Bruch des rechten Schienbeins unterhalb des Knies operativ behandelt werden muss. Diese Option gilt als wahrscheinlich.

Mitfavorit Contador war am Montag auf dem Teilstück von Mülhausen zur Planche des Belles Filles (161,5 km) in einem flachen Teil der regennassen Abfahrt vom Petit Ballon in den Vogesen gestürzt.

Contador hatte zu seiner Trikottasche gegriffen, war dabei offenbar über ein Loch oder eine Bodenwelle gefahren und daraufhin zu Fall gekommen.

Nach einer ersten Behandlung des blutenden Knies stieg Contador für 18 weitere Kilometer auf ein Ersatzrad, musste letztlich aber aufgeben.

"Alberto war in der Form seines Lebens. Das gesamte Team hatte die Augen auf das Podium in Paris gerichtet", sagte Tinkoff-Sportchef Bjarne Riis:

"Wir müssen jetzt natürlich nach vorne schauen. Es ist zu früh, um über die Chancen eines Starts bei der Vuelta zu sprechen. Das hängt davon ab, wie schnell er sich erholt und wieder mit dem Training beginnen kann."

Contador ist bereits der zweite große Favorit auf den Gesamtsieg, für den die Tour vorzeitig gelaufen ist.

Auf der fünften Etappe nach Arenberg hatte Titelverteidiger Christopher Froome (Großbritannien/Sky) nach zwei Stürzen verletzungsbedingt aufgeben müssen.

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