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Otto Becker gewann 2002 in Sydney die olympische Mannschafts-Goldmedaille © getty

Nach den Zwischenfällen bei Olympia reagiert der deutsche Reitverband und etabliert eine Nachweis-Pflicht für alle Kaderpferde.

Warendorf - Der deutsche Reit-Verband FN hat in der anhaltenden Doping-Debatte ein Zeichen gesetzt und für seine Kaderreiter neue Regeln erlassen.

Mitglieder des Championatskaders müssen in Zukunft jede Medikation ihrer Kaderpferde ganzjährig dokumentieren und dem neuen Mannschaftstierarzt Jan-Hein Swagemakers vorlegen. Das gilt auch für Reiter, die nur als Kandidaten auf der "Longlist" für ein Championat stehen.

Zudem legte die FN fest, dass während eines Championats nur der Mannschaftstierarzt für die veterinärmedizinische Begleitung der Pferde zuständig ist.

Weiterhin dürfen ab acht Wochen vor einem Championat keine Behandlungen ohne Einbeziehung des Chef-Veterinärs vorgenommen werden.

Richtlinien klar definiert

Die neuen Bundestrainer Otto Becker und Heinrich-Hermann Engemann haben gemeinsam mit Swagemakers die Grundzüge zur Medikations- und Dopingvorbeuge festgelegt.

Bei Olympia in Hongkong war es in mehreren Fällen zu nicht angemeldeten Medikationen im deutschen Team gekommen, die jeweils einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien bedeuten.

"Eine gute Wahl"

Frischen Wind verspricht sich der Verband von Swagemakers, dessen Amtsantritt als Nachfolger von Björn Nolting die FN am Mittwoch verkündete. Der 48 Jahre alte Tierarzt und Hobbyreiter ist seit 1998 Vertrauenstierarzt des Landesverbandes Weser-Ems.

"Ich glaube, dass wir mit dem neuen Mannschaftstierarzt eine gute Wahl getroffen und mit den Neuerungen die Verantwortlichkeiten bei allen Beteiligten noch klarer definiert haben", sagte Peter Hofmann, Vorsitzender des Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).

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