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Ahlmann holte bei der Europameisterschaft 2007 Silber mit der Mannschaft © getty

Der Springreiter, dessen Wallach positiv getestet wurde, bleibt gesperrt. Eine Zivilkammer bestätigte eine Verfügung der FEI.

Dortmund - Christian Ahlmann muss die Hoffnung auf eine vorzeitige Rückkehr in den Reitsport endgültig begraben.

Die 13. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund wies am Donnerstag einen Antrag des 33 Jahre alten Springreiters aus Marl auf eine einstweilige Verfügung gegen die vom Weltverband FEI verhängte Sperre zurück.

Auch der in der Nähe von Münster lebende irische Reiter Denis Lynch scheiterte in Dortmund mit seinem Antrag.

"Sperren nicht zu beanstanden"

"Die Sperren sind in beiden Fällen nicht zu beanstanden, weil der dringende Verdacht von unerlaubten Medikationsfällen besteht", sagte eine Sprecherin des Gerichts.

Die Kammer bezeichnete deshalb die vorläufigen Sperren als notwendig.

Pferde gedopt

Der ehemalige Doppel-Europameister Ahlmann und Lynch gehören zu einer Gruppe von fünf Springreitern, die seit den Olympischen Reiterspielen im August durch die FEI gesperrt sind, weil ihre Pferde in Hongkong auf Capsaicin oder ähnliche Substanzen positiv getestet worden waren.

Urteile noch im Oktober?

Gegen Ahlmann und Lynch sowie gegen den Norweger Tony Andre Hansen sind vor dem FEI-Tribunal Verfahren anhängig. Mit Urteilen wird bis Ende Oktober gerechnet.

Lediglich in den Fällen der beiden brasilianischen Reiter Rodrigo Pessoa (viereinhalb Monate Sperre) und Bernardo Alves (dreieinhalb Monate) hat die FEI bereits Urteile gesprochen.

Die Angelegenheit wurde deshalb am Dortmunder Landgericht behandelt, weil dort die deutsche Zuständigkeit für Monopol-Verbände mit Sitz im Ausland liegt.

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