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Reining-Ass Corinna Schumacher unterstützt die Tierschutzorganisation PETA © imago

Corinna Schumacher bangt bei den Weltreiterspielen mit allen Europäern. Die Gattin der Formel-1-Ikone hat bereits einen Titel.

Lexington - Sie bangt, flucht und jubelt auf der Tribüne der Indoor-Arena bei jedem Auftritt der deutschen Mannschaft. Corinna Schumacher darf in Lexington bei den Weltreiterspielen keinen Westernritt verpassen.

Die Ehefrau des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher ist selbst passionierte Reining-Reiterin. Auf ihrer "CS"-Ranch nahe des Genfer Sees ließ sie die modernste Reitanlage der Schweiz bauen. Zuletzt fanden dort sogar Europameisterschaften statt.

"Reining ist für mich so faszinierend, weil der Reiter und das Pferd wirklich ein Team sein müssen. Und weil jedes Pferd seinen eigenen Charakter hat, kann das unheimlich spannend sein", sagte Corinna.

Schumi für guten Zweck im Sattel

"Dass sie selbst die Wildwest-Dressur bestens beherrscht, bewies sie Ende Juli auf ihrem Anwesen, als sie unter den Augen von Michael bei der EM einen Titel gewann. "Das war ein toller Erfolg für Corinna", sagte der Ehemann und stieg anschließend für einen guten Zweck selbst in den Sattel.

Corinna Schumacher hat in dem Westernreiten ein Hobby gefunden, das sie mit ihrem Mann teilen kann. Sie hat das Gefühl, auf Turnieren nicht mehr neugierig beäugt zu werden.

"Ich fühle mich wohl in der Reining-Szene, weil ich einfach eine von vielen bin. Die Leute wissen, dass ich mit Michael verheiratet bin, aber das spielt keine Rolle. Ich genieße das", sagt die Mutter zweier Kinder.

Nicht jedermanns Sache

Lange Zeit galt die 41-Jährige als loyale Ehefrau ohne Skandale, die selbst nicht sonderlich in Erscheinung treten wollte.

Doch im Hintergrund agierte die gelernte Bürokauffrau als tüchtige Unternehmerin. Während Ehemann Michael seinen 600-PS-Boliden über die Rennstrecken jagte, reichte ihr ein PS zum Glück. "Der Sport ist deutlich mehr, als ein Vergnügen für Außenseiter, die Cowboy spielen wollen", sagt Corinna.

Trotz ihrer großen Anstrengung ist die Wildwest-Dressur in Europa noch immer nur eine Randsportart. Die rasanten Starts und Wendungen der Cowboypferde sind hierzulande halt nicht jedermanns Sache. (Alle Mehrsport-News)

Zwei Deutsche im WM-Finale

Nur ganz selten, wie jetzt bei den Weltreiterspielen, rückt der US-Sport in den Fokus. Dabei kämpft ein kleines Häufchen Aufrechter vom alten Kontinent gegen die US-Übermacht und genießt die Sympathien von Corinna. "Ist doch klar, dass ich den deutschen und überhaupt den europäischen Reitern die Daumen drücke." (Historische Pleite für Werth und Co.)

Die deutschen Reiter registrieren es mit Freude. "Es tut unserem Sport gut, dass sich Corinna engagiert. Dadurch erhalten wir zumindest etwas Aufmerksamkeit", sagte Grischa Ludwig.

Der 34-Jährige ist einer von zwei deutschen Startern, die das Reining-Finale der WM am Donnerstag erreicht haben.

Auf der Suche nach Pferden

Corinnas Leidenschaft fürs Wildwestreiten begann vor einigen Jahren, als sie nach Pferden für ihre Familie Ausschau hielt.

Kaum saß sie zum ersten Mal auf einem Westernpferd, war es um sie geschehen. "Ich war auf Anhieb in diese Tiere verliebt. Sie sind wunderbare Wesen, Familien-freundlich, aber auch großartige

Athleten."

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