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Goodbye nur mit Team-Bronze: Ihre vierte war Isabell Werths erfolgloseste WM © getty

Erstmals bleiben die deutschen Dressurreiter ohne WM-Einzelmedaille. "Wir haben uns lange ausgeruht", sagt Isabell Werth.

Lexington - Dritter Auftritt, dritte historische Pleite: Die deutschen Dressurreiter sind bei der Reit-WM in Lexington zum Abschluss auch in der Kür ohne Medaille geblieben.

Damit hat es erstmals in der Geschichte von Weltmeisterschaften für deutsche Reiter in Grand Prix Special und Kür keine Einzelmedaille gegeben. (Alle Mehrsport-News)

Beim dritten WM-Triumph von Edward Gal (Niederlande/91,806) mit Totilas war die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg/80,000) mit dem Wallach Warum nicht als Sechste beste Deutsche.

Koschel noch in den Top 10

Vor 25.000 Zuschauern in der ausverkauften Reitarena von Lexington kam Christoph Koschel (Hagen/76,000) mit dem elf Jahre alten Wallach Donnperignon auf den zehnten Platz.

Anabel Balkenhol (Rosendahl/73,150) belegte mit dem zehn Jahre alten Wallach Dablino den 13. Rang. Matthias-Alexander Rath (Kronberg) hatte mit Sterntaler das Kür-Finale der besten 15 Paare verpasst.

Werth war nach ihrem letzten Auftritt in Kentucky zufrieden: "'Hannes' hat in dem Hexenkessel eine gute Figur gemacht. Ich bin zwar nicht mit guten Noten überschüttet worden, aber trotzem war der Abschluss ok."

Silber für Bechtolsheimer

Koschel war mit seiner Bewertung ebenfalls nicht ganz einverstanden: "Die Zuschauer haben getobt und die Musik von Sting und Police gut angenommen. Ich dachte, ich wäre eher bei 80 als bei 75 Prozent", sagte der 34-Jährige.

Hinter Gal, der den Titel-Hattrick von Lexington perfekt gemacht hat, landete die Britin Laura Bechtolsheimer (Großbritannien/85,350) auf Platz zwei, Dritter wurde Steffen Peters (USA/84,900).

Die deutsche Dressur-Equipe erlebte in Lexington einen beispiellosen Absturz und erzielte mit einer Bronzemedaille im Teamwettbewerb ihr schlechtestes Ergebnis in der WM-Geschichte.

Werth: "Wir sind wach"

Am Ende war von der routinierten Werth und den drei Debütanten nicht mehr zu erwarten. Lexington machte deutlich: Der einstige Seriensieger hat den Anschluss an die Weltspitze verloren.

"Es gab auch mal Zeiten, da hatten wir drei Reiter unter den ersten Fünf. Das ist jetzt vorbei", sagte Werth. "Seit geraumer Zeit holen die anderen Nationen auf. Dass die Holländer stark werden, konnte man schon vor zehn Jahren sehen. Sie hatten einen großen Hunger", sagte die sechsmalige Weltmeisterin vom Niederrhein.

Allerdings habe man in Deutschland die Lage erkannt. "Wir haben uns lange ausgeruht. Doch wird sind wach", sagte Werth. Erste Anzeichen seien zu erkennen.

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