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Simone Deitermann kommt aus Saerbeck im Münsterland © getty

Die Buschreiter beklagen zwei Ausfälle im Geländeritt und fallen zurück. Immerhin bleibt Michael Jung im einzel an der Spitze.

Lexington - Michael Jung bleibt bei der Reit-WM in Kentucky in der Vielseitigkeit auf Goldkurs. (Alle Mehrsport-News)

Der EM-Dritte überstand das Gelände mit seinem Spitzenpferd Sam ohne Fehler und ging mit 33,0 Minuspunkten als Führender in das abschließende Springen am Sonntag.

Die weiteren deutschen Reiter hingegen erlebten einen Tag voller Pech und Pannen. Nach einem Sturzfestival in Busch sammelte das Team von Bundestrainer Hans Melzer 139,4 Punkte und fiel zurück. Es führt die Mannschaft aus Großbritannien (139,40).

Mit Startreiter Dirk Schrade (Sprockhövel) begann das Pech. Der 32-Jährige schied gleich als erster Teamreiter aus, nachdem sein Pferd am vorletzten Hindernis gestrauchelt war. Nach diesem Ausfall mussten alle drei übrigen Teamreiter unbedingt ins Ziel kommen.

Klimke erleichtert

Ingrid Klimke (Münster/42,90) zeigte mit Abraxxas eine solide Leistung. Andreas Dibwoski (Döhle/116,80) erlaubte sich mit Leon zwei Verweigerungen und fiel hoffnungslos zurück.

Klimke zeigte einen sicheren Ritt und hielt das deutsche Team im Rennen. Sie blieb knapp über der vorgegebenen Zeit.

"Ich bin froh, dass nichts passiert ist. Der Druck war natürlich da. Ich musste schließlich die Kohlen aus dem Feuer holen", sagte die Münsteranerin Klimke.

Springreiter Marcus Ehning, der als Besucher an der Strecke stand, meinte: "Das ist ja hier schlimmer zuzuschauen als beim Springen."

Schrammen für Reiter und Pferd

Der 32 Jahre alte Schrade blieb an Hindernis Nummer 27 hängen und ging mit dem 16 Jahre alten Anglo-Araber Gadget de la Cere zu Boden.

Der Reiter zog sich keine schweren Verletzungen zu und verließ leicht humpelnd die Strecke.

Auch sein Pferd hatte nur leichte Schrammen davongetragen. "Er hat einen Galoppsprung zuviel gemacht. Es war sehr ärgerlich, dass es 200 Meter vor dem Ziel passiert ist", sagte Schrade.

Endstation Obstkasten

Auch die Einzelreiter, deren Ergebnisse nicht in die Teamwertung einfließen, waren vom Pech verfolgt. Simone Deitermann (Saerbeck) zeigte mit Free Easy bis zum letzten Hindernis einen Klasse-Ritt, ehe der Sturz für sie das Aus bedeutete.

Frank Ostholt (Warendorf/60,70) hatte mit Mr. Medicott eine Verweigerung und fiel ebenfalls weit zurück. Deitermann stürzte am letzten Hindernis und schied aus.

"Ich habe versucht, ihn vor dem letzten Hindernis etwas zurückzunehmen. Dabei hat er geguckt und rutschte mit den Hinterbeinen ans Hindernis heran. Er erwischte den Absprung nicht mehr richtig. Das ist bitter, so kurz vor dem Ziel", sagte Deitermann, die in einem Obstkasten mit dem Schriftzug "2010" landete, der als Hindernis hergerichtet war.

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