vergrößernverkleinern
Mit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (r.) zeigte sich Wladimir Klitschko in Aachen © getty

Auch Wladimir Klitschko drückt dem Wunderpferd die Daumen. Beim CHIO-Nationenpreis soll Totilas den Sieg für Deutschland bringen.

Aachen - Die Totilas-Tasse ist ein echter Hit, alle Wettkämpfe mit dem Wunderpferd sind ausverkauft, und selbst Box-Champion Wladimir Klitschko drückt die Daumen.

Beim CHIO in Aachen fiebert man gespannt dem Auftritt des Zehn-Millionen-Hengstes entgegen. Der Rappe soll der deutschen Equipe am Donnerstag zum Triumph im Nationenpreis verhelfen.

Am Abend steigen dann die Springreiter für ihren Nationenpreis in den Sattel.

"Die ersten Auftritte waren gut. Ich hoffe, dass das Wunderpferd weiter Erfolg hat", sagte Klitschko.

Mehrere Parallelen

Der Schwergewichts-Champion weist erstaunliche Parallelen zum vierbeinigen Muskelpaket auf.

Beide sind Dreifach-Weltmeister, beide haben als Ausländer ihre Heimat in Deutschland gefunden, und beide beeindrucken allein schon durch ihre körperliche Erscheinung.

"Totilas - allein der Name klingt wie eine Legende", sagt Klitschko.

Druck enorm

Während der Box-Champion mit seinem Sieg vor zehn Tagen gegen David Haye den Zenit seiner Karriere erreicht hat, stehen Totilas die Wochen der Wahrheit noch bevor.

In Aachen geht er unter seinem neuen Reiter Matthias Rath dreimal an den Start. Die Erwartungen sind enorm.

"Ich weiß, dass alle davon ausgehen, dass wir siegen", sagt Rath. Der 26-Jährige soll im Sattel von Totilas die deutsche Equipe am Donnerstag im Grand Prix nach den Pleitejahren in die Erfolgsspur zurückführen.

Weitere Paare wecken Hoffnung

"Wir wollen den Sieg", sagt Bundestrainer Holger Schmezer. Mit Totilas ist das Selbstbewusstsein in die deutsche Mannschaft zurückgekehrt.

Ein weiterer Vorteil: Die anderen Paare konnten sich in Ruhe entwickeln. Die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth hat die Auftritte mit dem Nachwuchspferd El Santo kontinuierlich verbessert.

Christoph Koschel mit Donnperignon und Anabel Balkenhol mit Dablino haben nach ihrer Feuertaufe auf großer WM-Bühne im letzten Jahr ebenfalls einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Olympia als großes Ziel

Auf einen deutschen Sieg hofft auch Michael Mronz, Vermarkter von Totilas. Der Lebensgefährte von Bundesaußenminister Guido Westerwelle kann bereits auf zusätzliche Geldquellen verweisen. (Alle Mehrsport-News)

So gibt es beim CHIO einen Stand, an dem T-Shirts, Kappen oder komplette Kollektionen mit Totilas-Schriftzug angeboten werden.

Als Verkaufshit erwies sich bislang die Tasse mit einem Foto von Ross und Reiter. Die Kampagne soll kein Schnellschuss sein.

Der Höhepunkt ist erst für das kommende Jahr vorgesehen. "Olympia ist unser Ziel", sagt Mronz, der in London 2012 auf Gold hofft. In dem Punkt ist Wladimir Klitschko übrigens einen Schritt weiter. Der Wahl-Hamburger wurde schon 1996 in Atlanta Olympiasieger.

Springreiter mit Sieg-Chancen

Ebenfalls mit großen Zielen starten die deutschen Springreiter am Donnerstagabend in ihren Nationenpreis.

Spätestens seit dem WM-Sieg im vergangenen Herbst in Kentucky gehören die Gastgeber international wieder zur ersten Garde. "Unsere Paare sind gut in Schuss", sagt Bundestrainer Otto Becker.

Ehning gestrichen

Vor allem die Routiniers wie der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum und Weltcup-Gewinner Christian Ahlmann haben zu alter Stärke zurückgefunden.

Die Team-Weltmeister Carsten-Otto Nagel und Janne Friederike Meyer komplettieren die Equipe.

Marcus Ehning wurde aus dem Team gestrichen, weil seine Frau in diesen Tagen ihr zweites Kind erwartet. "Das ist für alle entspannter, wenn Marcus nicht reiten muss", sagte Nagel.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel