Beim Rolex-Weltcupfinale in Genf ist es zu einem Eklat gekommen.

Das Pferd Sapphire des US-Amerikanischers McLain Ward ist nach Untersuchungen mit einer Wärmebildkamera wegen Überempfindlichkeit im linken Vorderbein disqualifiziert worden.

Die 15-jährige Belgien-Stute wurde von der Fortsetzung des Finals ausgeschlossen, das Resultat des 35-Jährigen in der zweiten Wertungsprüfung, die er als Zweiter hinter Steve Guerdat (auf Tresor) beendet hatte, gestrichen.

Damit ist der Leader des Zwischenklassements von der Jury des 32. Weltcupfinals gestürzt, der Reiter selbst aber (noch) nicht bestraft worden, weil bisher nicht eruiert werden konnte, weshalb Sapphire eine Hypersensivität zeigte.

Der zweifache Team-Olympiasieger Ward hat nach seinem erzwungenen Aus seine Unschuld an einer eigens einberufenen Medienorientierung beteuert. Die Disqualifikation seines Pferdes sei eine "grosse Ungerechtigkeit", versicherte der Weltcup-Zweite des Vorjahres. Die Platz-Jury sei kein faires Gericht.

"Ich bin ein leichtes Opfer, weil ich eine Vorgeschichte habe", fügte Ward an.

War war 1999 wegen Tierquälerei zu sechs Monaten Sperre verurteilt worden. Beim CHIO in Aachen hatten Kontrolleure in den Bandagen seines Pferdes Benetton spitze Plastikteilchen gefunden. Solche Gegenstände verursachen grosse Schmerzen, wenn das Pferd mit den Beinen an ein Hindernis schlägt.

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