Der Reitsport-Weltverband FEI hat auf das Wirrwarr um den Ausschluss des Pferdes Sapphire beim Weltcup-Finale in Genf reagiert und seine Regeln im Falle von Untersuchungen bei Überempfindlichkeiten (Hypersensibilisierung) konkretisiert.

Demnach müssen alle Pferde weiter mit Thermokameras untersucht werden. Sollte sich eine Überempfindlichkeit bei einem Vierbeiner zeigen, wird der Reiter als verantwortliche Person schriftlich von einer möglichen Disqualifikation unterrichtet. Ist der Ausschluss mehr als zwölf Stunden vor einem Wettkampf erfolgt, hat der Reiter per Antrag die Chance auf eine zweite Untersuchung.

Eine nachträgliche Disqualifikation kann nicht ausgesprochen werden.

Mit dem Ausschluss des Pferdes Sapphire beim Weltcup-Finale wegen einer Überempfindlichkeit hatte sich die FEI selbst in Probleme gebracht. Der Verband musste die Disqualifikation des Pferdes von der zweiten Runde auch auf Druck von Wards Anwälten nachträglich zurücknehmen. Der Ausschluss blieb bestehen.

Mehrere Tierärzte hatten zuvor unabhängig voneinander bei Wards Pferd eine Überempfindlichkeit am Bein festgestellt und den Ausschluss eingeleitet. Durch die Hypersensibilisierung verspüren die Pferde beim Berühren einer Hindernisstange mehr Schmerzen, sodass eine unerlaubte Manipulation vorliegt.

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