Die Weltreiterspiele in Lexington haben ihren ersten Eklat. Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum schwänzte nach seinem zweiten Platz im Distanzreiten die Siegerehrung und brüskierte damit seine eigene Frau. Reiterpräsidentin Prinzessin Haya bint Al Hussein durfte nicht ihrem Gatten, sondern dem Equipechef der Araber die Silbermedaille umhängen.

Auch die Söhne des Herrschers von Dubai erwiesen ihr einen Bärendienst. Keiner der Mannschaftssieger im Distanzreiten erschien bei der internationalen Pressekonferenz. Im Handstreich warfen die Araber die offiziellen Regeln über Bord.

Haya, die sich im November zur Wiederwahl stellt, musste sich kritische Fragen gefallen lassen. Autorität sieht anders aus.

Nachdem der erste Protest die Runde gemacht hatte, bemühten sich die Scheichs um Schadensbegrenzung. Al Maktoum, Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, ließ am späten Montagabend per Pressemitteilung wissen, dass er wegen "offizieller Geschäftstermine seines Landes" gefehlt habe.

In einer zweiten Erklärung entschuldigten sich die Söhne für ihr Fehlen bei der PK. Schuld sei eine `"fehlerhafte Kommunikation". Man habe das "Protokoll nicht gekannt".

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel