Deutschlands Reiter legen sich mit ihrem wichtigsten Geldgeber an. Der nationale Verband FN hat das Bundesinnenministerium (BMI) verklagt und könnte damit einen Präzedenzfall im deutschen Sport schaffen. Die Reiter wehren sich gegen Nachforderungen des BMI in Höhe von 17.100 Euro und zogen vor das Verwaltungsgericht. Das wurde am Rande der WM in Kentucky bestätigt.

Die Reiter sollen die genannte Summe zurückzahlen, weil sie 2008 gegen den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verstoßen hatten. Dabei standen nicht die Pferde, sondern die Reiter im Fokus. Sie seien zu selten kontrolliert worden, mahnte das BMI an.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung wies die Vorwürfe zurück. "Es war bei uns gängige Praxis, dass Reiter nur im Training und nicht im Wettkampf kontrolliert werden", sagte Geschäftsführer Soenke Lauterbach. Nachdem sich BMI und Verband im Widerspruchsverfahren nicht einigen konnten, schalteten die Reiter das Verwaltungsgericht ein.

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