Bei der bislang vergeblichen Suche nach einem Reiter für das Wunderpferd "Totilas" wird der Ruf nach dem deutschen Reit-Verband immer lauter.

Nachdem Kandidat Matthias Alexander Rath (Kronberg) erklärt hatte, kein Geld dafür zahlen zu wollen, dass er Totilas für die deutsche Mannschaft bei großen Turnieren reitet, könnte der Verband als Geldgeber für die Sportrechte einspringen.

"Grundsätzlich gibt es so etwas", sagte Dressur-Equipechef Klaus Röser. "Dabei handelt es sich um Einzelabsprachen zwischen dem Pferdebesitzer und dem Verband." Bislang habe man in Warendorf aber noch nicht über eine finanzielle Beteiligung nachgedacht.

"Noch gibt es neben Rath ja auch noch andere deutsche Kandidaten, die Totilas reiten könnten", sagte Röser, ohne Namen nennen zu wollen.

Fakt ist, dass Pferdebesitzer Paul Schockemöhle für die Sportrechte eine nicht kleine Summe sehen möchte. Europas größter Pferdehändler hat über zehn Millionen Euro für das Wunderpferd aus niederländischer Zucht hingelegt.

Zur Refinanzierung benötigt Schockemöhle nicht nur das Geld aus den Deckeinsätzen, sondern auch eine finanzielle Beteiligung des zukünftigen Reiters, dem große internationale Erfolge mit dem Ausnahme-Pferd vorausgesagt werden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel