Die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth hat alle Rückschläge überwunden und will beim CHIO in Aachen um ihre letzte Olympia-Chance kämpfen.
Wie die 42 Jahre alte Rheinbergerin mitteilte, habe ihr Pferd Don Johnson seine Verletzung auskuriert und im Training einen guten Eindruck hinterlassen.
"Für mich war die Frage, ob er mir wieder ein gutes Gefühl gibt. Das war der Fall", sagte Werth über ihren Vierbeiner, den sie beim CHIO (2. bis 8. Juli) satteln wird.
Der zehn Jahre alte Wallach hatte sich bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juni eine Fesselgelenkzerrung zugezogen und musste einige Zeit pausieren. Werth wittert wieder ihre Chance auf London.
"Die Tür steht noch offen. Und ich werde kämpfen", kündigte die Juristin an. Die Dressur-Queen könnte sich in der englischen Metropole mit dem Gewinn ihrer sechsten Goldmedaille zur erfolgreichsten Reiterin der Welt krönen.
Nach dem sportlichen Absturz ins Mittelmaß wurde die viermalige Olympia-Teilnehmerin nicht für den Nationenpreis in Aachen (3. bis 8. Juli) nominiert. Stattdessen muss sie in der kleineren Tour reiten.
Nachdem der Olympia-Start von Totilas durch die Erkrankung seines Reiters Matthias Rath (Pfeiffersches Drüsenfieber) fraglich ist, sind die Olympia-Chancen für Werth nicht aussichtslos.
Zwar liegen noch vier Reiterinnen vor ihr, doch mit ihrer Erfahrung könnte sie für das junge deutsche Team besonders wertvoll sein. "Darüber spekuliere ich nicht. Lasst uns erst einmal reiten", sagte Werth.

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