Die deutschen Springreiter blieben auch am zweiten Tag des Weltcup-Finals von Göteborg klar hinter den Erwartungen zurück und haben keine Chance mehr auf den Hallen-Titel.

Bester des Quartetts in der zweiten Qualifikation für die Entscheidung am Sonntag war auf Rang 14 der ehemalige Weltranglistenerste Marcus Ehning.

Der Borkener erreichte auf Copin van de Broy als einziger deutsche Starter das Stechen mit 15 Teilnehmern, belegte dort aber mit einem Abwurf den vorletzten Platz. Bester war der Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat, der auf Nino des Buissonnets fehlerfrei blieb und mit 34,09 Sekunden deutliche Bestzeit erzielte.

"Es bleibt durchwachsen. Marcus hatte eine tolle Runde, Pech war das mit dem Abwurf im Stechen", sagte Bundestrainer Otto Becker.

In der Gesamtwertung gibt es für die Schützlinge von Bundestrainer Otto Becker nichts mehr zu holen. Debütant Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen in Baden-Württemberg rangiert mit 11 Minuspunkten auf Position 12.

"Der Hengst ist super gesprungen. Ich habe aber in der Kombination die Distanz falsch eingeschätzt", sagte Dreher nach Platz 18 in der zweiten Wertungsprüfung selbstkritisch.

An der Spitze bestimmen zwei Amazonen das Geschehen. Die Portugiesin Luciana Diniz führt auf Lennox das Ranking mit null Punkten vor der zweimaligen Mannschafts-Olympiasiegerin Beezie Madden aus den USA auf Simon (1) an. Auf Rang drei folgt Ex-Europameister Kevin Staut aus Frankreich auf Silvana (2).

Hinter Hans-Dieter Dreher folgen im Klassement Ex-Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum mit der Stute Bella Donna auf Platz 17 (15 Punkte) und auf Rang 19 Marcus Ehning (17), schon dreimal Sieger der inoffiziellen Hallen-WM.

Der Weltranglistenerste Christian Ahlmann erwischte auf Taloubet einen schwarzen Tag und landete mit neun Fehlerpunkten nur auf dem 31. Rang unter 38 Startern.

Im Gesamtklassement rutschte der ehemalige Doppel-Europameister auf den 32. Platz zurück und qualifizierte sich damit nicht für das Finale der besten 26 Reiter. Ahlmann war 2011 in Leipzig letzter deutscher Weltcup-Sieger, damals ebenfalls auf Taloubet.

In der Dressur hat Helen Langehanenberg beste Chancen auf ihren ersten Triumph bei der inoffiziellen Hallen-WM.

Die 30 Jahre alte Olympia-Vierte aus dem Münsterland gewann mit Damon Hill den Grand Prix und geht als Favoritin in die entscheidende Kür am Samstag.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth zeigte mit Don Johnson ebenfalls eine gute Vorstellung und wurde im Grand Fünfte. Kristina Sprehe musste wegen einer Verletzung ihres Vierbeiners Desperados vor der ersten Prüfung passen.

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