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Benjamin Winter galt als eines der größten Talente in der Vielseitigkeit © getty

Niedersachsens Innen-und Sportminister Boris Pistorius hat die Fortsetzung des Vielseitigkeits-Turniers in Luhmühlen nach dem tödlichen Sturz von Benjamin Winter kritisiert.

"Ich hätte mir vorstellen können, dass man die Veranstaltung abbricht, statt nach dem Tod eines 25-Jährigen zur Tagesordnung überzugehen", sagte der 54-Jährige.

Winter war am Samstag auf einer Prüfung mit seinem Pferd Ispo schwer gestürzt und starb später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen.

Dennoch war das Turnier am Sonntag mit den abschließenden Sprüngen fortgesetzt worden, Reiter und Veranstalter hatten sich in Absprache mit Winters Familie darauf geeinigt.

Dies wäre auch im Sinne ihres Sohnes gewesen, hatte Sybille Winter betont: "Seine größte Sorge wäre vielmehr, dass sein Unfall dazu führen könnte, dass sein Sport in der Öffentlichkeit schlecht geredet wird. Bitte respektieren Sie diesen Wunsch meines Sohnes."

Auch Bundestrainer Hans Melzer hofft auf eine Fortsetzung des Turniers nach jetzigem Standard. Der 63-Jährige verwies darauf, dass in punkto Sicherheit viel unternommen worden sei: "Es ist schon eine Menge verbessert worden in den vergangenen Jahren".

"Ich hoffe, Luhmühlen erleidet keinen Imageschaden, denn schon seit 1949 wird hier die Vielseitigkeitsreiterei betrieben", fügte der 63-Jährige, der die deutsche Mannschaft bei den letzten beiden Olympischen Spielen zu Doppel-Gold geführt hatte, hinzu.

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