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Rückschlag für den deutschen Reitsport: Bei den Weltreiterspielen in der Normandie (24. August bis 7. September) wird es erstmals seit vielen Jahren im deutschen Fernsehen keine Live-Bilder von einer Dressur-WM geben.

Auch die Rückkehr des Millionenpferdes Totilas in die deutsche Mannschaft konnte bei den Sendeanstalten von ARD und ZDF bislang kein Umdenken bewirken.

"Stand jetzt wird die Dressur nicht live übertragen. Soweit wir wissen, soll eine Zusammenfassung in der Sportschau gezeigt werden", sagte Georg Ettwig, Leiter für Kommunikation und Marketing in der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Bei den Weltreiterspielen werden in der Dressur der Grand Prix (25./26. August), der Grand Prix Special (27. August) und die Kür (29. August) ausgeritten. Europameister Deutschland gehört zu den Goldfavoriten.

"Über diese Entwicklung sind wir natürlich nicht glücklich", sagte FN-Geschäftsführer Soenke Lauterbach. Als Gründe wurden der FN die Sendeplanung sowie die starke Konkurrenz im TV genannt. Vom Springen und von der Vielseitigkeit sollen indes Live-Bilder gezeigt werden. "Wir hoffen, dass es vielleicht noch ein Umdenken gibt", sagte Lauterbach.

CHIO-Geschäftsführer Michael Mronz kritisierte die FN. "Der Verband muss sich überlegen, was er falsch gemacht hat. Es reicht nicht, wenn man sich hinstellt und sagt: Unsere Mannschaft ist wieder richtig stark geworden. Man kann nicht nicht nur die Leistung bewerten, sondern muss immer auch die Außendarstellung im Blick haben", sagte Mronz.

Die Fernsehpräsenz sei eine wichtige Existenzgrundlage für den Reitsport, insbesondere bei einem so wichtigen Championat wie den Weltreiterspielen.

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