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Marcel Hacker (vorne) wurde 1997 und 1998 Vize-Weltmeister im Doppelvierer © getty

Beim Weltcup in München erreichen 14 DRV-Boote die Endläufe. Sorgen bereiten allerdings die Leistungen in den Einer-Booten.

München - Angeführt vom Doppelvierer um den ehemaligen Einer-Weltmeister Marcel Hacker hat sich die deutsche Ruder-Flotte beim Weltcup in München eine sehr gute Ausgangsposition für die Endläufe verschafft.

Der Deutsche Ruderverband (DRV) steht bei seinem ersten internationalen Härtetest nach dem Schiffbruch bei den Olympischen Spielen in Peking am Sonntag mit 14 Booten in den Finals der 14 olympischen Klassen.

"Wir haben uns bisher hier gut vorgestellt und ein paar Schritte nach vorne gemacht", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Probleme im Einer

Lediglich die Finals im Männer- und Frauen-Einer sowie im Zweier ohne Steuermann finden ohne Beteiligung der Gastgeber statt.

"Im Einer haben wir weiterhin große Probleme, die werden wir so schnell nicht lösen", erklärte Buschbacher.

"Minimalziel erreicht"

Die Crew um Hacker, der erstmals seit knapp zehn Jahren wieder in einem Mannschaftsboot sitzt, musste bei ihrem zweiten Platz im Hoffnungslauf hinter Slowenien den kurzfristigen Ausfall des erkrankten Lauritz Schoof verkraften.

Der Rendsburger wurde von Rene Bertram (Magdeburg) ersetzt, der daher auf seinen Halbfinal-Start im Einer verzichtete.

"Wir haben das Minimalziel erreicht, aber es war ziemlich hart. Es gibt noch einige Abstimmungsprobleme", meinte Hacker.

Adamski-Boot vor Schmidt

In guter Verfassung präsentierten sich die Athleten des Deutschland-Achters bei ihren Starts im Vierer ohne Steuermann.

Das Boot um Schlagmann Filip Adamski (Mannheim) siegte im Halbfinale vor der Besatzung um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz).

Beim Weltcup-Finale in Luzern (10. bis 12. Juli) wollen die Athleten dann gemeinsam den Achter wieder auf Kurs bringen. Das DRV-Flaggschiff war in Peking Letzter geworden und wurde danach auf fünf Positionen verändert. (Achter verändert sich gleich fünfmal)

Kampf um WM geht weiter

Unterdessen geht der teaminterne Kampf um einen WM-Startplatz im Zweier ohne Steuerfrau weiter.

Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig (Ulm/Krefeld) erreichten über den Hoffnungslauf ebenso das Finale wie Katrin Reinert/Nina Wengert (Heilbronn/Saarbrücken).

Das besser platzierte Duo soll bei der WM in Posen (22. bis 30. August) im Zweier fahren, die anderen beiden Athletinnen werden den Frauenachter verstärken.

Top-Athleten fehlen

In München fehlen allerdings zahlreiche internationale Top-Athleten.

Im nacholympischen Jahr legen einige Ruderer eine Wettkampfpause ein, zudem schicken einige starke Nationen erst zur WM eine Mannschaft.

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