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Filip Adamski (vorne) überzeugt mit seiner Crew und siegt beim Weltcup in München © getty

Beim Weltcup in München überzeugt das deutsche Paradeboot. Hacker dagegen rudert im Vierer hinterher. Insgesamt gibt es fünf Siege.

München - Doppelsieg für die Athleten des Deutschland-Achters, Schlag ins Wasser für Marcel Hacker bei der Rückkehr ins Mannschaftsboot:

Während die neuformierte Crew des Deutschland-Achters beim Weltcup in München mit Platz eins und zwei im Vierer glänzte, ruderte der ehemalige Einer-Weltmeister Hacker als Schlagmann des Doppelvierers auf dem fünften Rang nur hinterher.

Insgesamt ist die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) mit fünf Siegen bei ihrem ersten internationalen Härtetest nach dem Schiffbruch in Peking der Weltspitze wieder ein kleines Stück nähergekommen.

Erfolge als Bestätigung

Erfreulich war dabei auch der Auftritt eines deutschen Nachwuchs-Achters, der in einem allerdings zweitklassigen Feld vor Polen gewann.

"Die Erfolge sind eine Bestätigung für die eingeschlagene Richtung", meinte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher, der sich bei 14 Finalteilnahmen in den 14 olympischen Klassen zudem über Siege durch Stephan Krüger/Eric Knittel (Rostock/Berlin) im Doppelzweier, den Frauen-Doppelvierer und den Frauenachter freute.

Allerdings fehlten auf der Regattastrecke der Olympischen Spiele von 1972 zahlreiche internationale Top-Athleten. "Daher müssen wir unsere Hausaufgaben weiterhin machen", so Buschbacher.

"Gutes Zeichen"

Optimistisch stimmt besonders der Vierer-Auftritt der neuen Achter-Besatzung.

Das Boot um Schlagmann Filip Adamski (Mannheim) siegte vor der Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) und Olympiasieger Großbritannien.

"Der Doppelsieg ist ein gutes Zeichen. Wir haben eine gute Ausgangsposition für den Achter geschaffen", sagte Adamski.

WM-Medaille als Ziel

Beim Weltcup-Finale in Luzern (10. bis 12. Juli) sollen die Vierer-Mannschaften den einst so ruhmreichen Achter gemeinsam wieder auf Kurs bringen.

In Peking war das DRV-Flaggschiff Letzter geworden, fünf Positionen auf den begehrten Rollsitzen wurden danach verändert. (Achter verändert sich gleich fünfmal)

Bei den Weltmeisterschaften in Posen (22. bis 30. August) will das Großboot um die Medaillen mitrudern.

Hacker enttäuscht

Das gilt auch für den deutschen Skiff-Meister Hacker, der nach zehn Jahren im Einer wieder in einem Mannschaftsboot saß.

"Wir wollten eine Medaille. Es liegt noch viel Arbeit vor uns", sagte Hacker nach dem enttäuschenden Auftritt. Im Ziel lag das deutsche Quartett über sechs Sekunden hinter den siegreichen Kroaten.

Buschbacher kündigte für Luzern aber weitere Verstärkungen für dieses Boot an.

Thiele/Huth als Titelhoffnung

Die Olympiazweiten Annekatrin Thiele/Christiane Huth (Leipzig/Potsdam) mussten sich unterdessen im Doppelzweier überraschend Magdalena Fularczyk/Julia Michalska aus Polen geschlagen geben.

In Peking hatte das deutsche Duo Gold nur um eine Hundertstelsekunde verpasst, bei der WM gilt es als Titelhoffnung.

Verstärkung für Achter

Im Zweier ohne Steuerfrau sicherten sich Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig (Ulm/Krefeld) als Dritte wohl ihr WM-Ticket.

Sie verwiesen in der teaminternen Ausscheidung Katrin Reinert/Nina Wengert (Heilbronn/Saarbrücken) mit knapp drei Sekunden Vorsprung auf Platz vier.

Das unterlegene Duo wird bei der WM den Frauenachter verstärken.

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