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Der Deutschland-Achter belegte bei den Olympischen Spielen 2008 den letzten Platz © imago

Nach dem Debakel bei Olympia soll der Achter bei der WM wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Auch der Titel scheint möglich.

München - Der Deutschland-Achter will zurück an die Weltspitze..

Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) will sich bei den Weltmeisterschaften in Posen für den letzten Platz bei den Olympischen Spielen rehabilitieren und nimmt den WM-Titel ins Visier. "Unser Ziel ist die Goldmedaille", sagte Schlagmann Sebastian Schmidt.

Aber nicht nur der traditionsreiche Achter will auf dem Malta-See Wiedergutmachung für den Schiffbruch von Peking betreiben.

"Wir wollen die Scharte von 2008 auswetzen und der Ruderwelt zeigen, dass wir zurück sind und wir es können", sagte Hartmut Buschbacher. Der DRV-Cheftrainer sieht neben dem Achter im Männer-Doppelvierer, im Männer-Doppelzweier sowie im Frauen-Doppelvierer die größten Trümpfe in seiner Mannschaft.

Mit dem Bus nach Posen

Das Hauptinteresse gilt aber dem Flaggschiff. Bei einem Grillabend am Mittwoch im Garten von Achter-Ruderer Florian Mennigen stimmte sich die Crew auf das große Ziel ein.

Am Donnerstag erfolgte dann die rund siebenstündige Anreise mit dem Bus vom Trainingslager in Ratzeburg nach Posen, wo noch eine erste Einheit auf dem Wasser anstand.

Ursprünglich wollte die DRV-Mannschaft mit dem Zug zum WM-Ort reisen, doch aus Angst vor der Ansteckung an der Schweinegrippe wurden die Pläne kurzfristig geändert.

Fünf neue Ruderer

Dem gegenüber zu Peking auf fünf Positionen veränderten Achter, traut auch Hartmut Buschbacher den großen Coup zu.

Da sei genügend Dampf drin, so Buschbacher. Es wäre der achte WM-Titel in der ruhmreichen Geschichte des Großbootes.

Gold vor drei Jahren

Der letzte WM-Erfolg gelang dem Achter vor drei Jahren in Eton. Es war zugleich die letzte Goldmedaille des erfolgsverwöhnten DRV bei einem internationalen Großereignis.

"Das wollen wir in Posen ändern", meinte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Eine Standortbestimmung

Der Achter hat sich mit seinem Sieg beim Weltcup-Finale vor sechs Wochen in Luzern in die Rolle des Mitfavoriten gerudert.

"Nach der Wettkampfpause müssen wir aber erstmal sehen, wo wir stehen", so Achter-Trainer Ralf Holtmeyer. Der erste WM-Start des Paradebootes erfolgt im Vorlauf am Montag. Hauptgegner ist Titelverteidiger und Olympiasieger Kanada.

Trainer nimmt Team in die Pflicht

Nach der Eröffnungsfeier am Samstag stehen in Posen tags darauf die ersten Rennen an. Buschbacher nimmt dafür seine Athleten nach der intensiven Vorbereitung in Ratzeburg in die Pflicht: "Die Sportler müssen jetzt zeigen, was sie können. Sie sind relativ gut vorbereitet und ich erwarte, dass sie über sich hinauswachsen."

Das gilt auch für den ehemaligen Einer-Weltmeister Marcel Hacker. Der Frankfurter startet nach knapp zehn Jahren wieder in einem Mannschaftsboot (Doppelvierer).

"Ich bin im Vierer gut eingebracht. Das Ziel ist, so weit wie möglich vorne zu landen und die persönliche Bestleistung rauszuholen."

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