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Der Deutschland-Achter belegte bei den Olympischen Spielen 2008 den letzten Platz © getty

Beim WM-Auftakt fährt der DRV erste Erfolge ein, das Flaggschiff stählt sich für Gold. Die Einer-Fahrer erhalten einen Dämpfer.

Posen - Zwei Vorlaufsiege, fünf Halbfinalteilnahmen und ein Deutschland-Achter voller Selbstvertrauen - die deutschen Ruderer haben bei den Weltmeisterschaften in Posen einen guten Start erwischt.

Während das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei seinem Vorlauf am Montag schon Kurs auf das Finale nehmen will, bestätigte sich in den ersten sieben Rennen der olympischen Klassen auf dem Malta-See der Aufwärtstrend der deutschen Flotte in dieser Saison.

Die Medaillenhoffnungen Stephan Krüger/Eric Knittel (Rostock/Berlin) siegten im Doppelzweier, im Zweier ohne Steuerfrau setzten sich Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig (Ulm/Krefeld) durch.

Beide Boote qualifizierten sich damit ebenso für das Halbfinale wie der Vierer ohne Steuermann, der Zweier ohne Steuermann und der Frauen-Doppelzweier.

"Da gab es noch Schwachpunkte"

"Wir können zufrieden sein. Die ersten Erfolge sind wichtig für eine positive Grundstimmung", sagte Hartmut Buschbacher.

Entspannt studierte der Cheftrainer im Sonnenschein die Ergebnislisten und stellte fest: "Das Niveau ist deutlich höher als beim Weltcup-Finale in Luzern." Das bekamen auch die deutschen Einer-Fahrer zu spüren.

Nachwuchshoffnung Mathias Rocher (Magdeburg) und Juliane Domscheit (Potsdam) verpassten nach dritten Plätzen im Vorlauf den direkten Einzug ins Halbfinale.

Sie müssen nun über den Umweg Hoffnungslauf versuchen, die nächste Runde zu erreichen. "Da gab es noch Schwachpunkte. Ich dachte, wir wären schon weiter", meinte Buschbacher.

"Wir arbeiten auf Gold hin"

Wie weit der in dieser Saison in drei Rennen noch unbesiegte Deutschland-Achter ist, wird der Vorlauf am Montag zeigen.

"Wir arbeiten auf Gold hin", sagte Achter-Athlet Filip Adamski (Mannheim). Mit zwei Trainingseinheiten am Sonntag holte sich die Crew bei guten äußeren Bedingungen den Feinschliff für den ersten Auftritt.

Peking ist kein Thema mehr

Im Fünfer-Feld warten in dem Olympia-Zweiten Großbritannien und dem Peking-Dritten USA starke Gegner.

Nur die ersten beiden Boote ziehen direkt in den Endlauf ein. "Wir fahren voll auf Sieg", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer.

Der Achter hatte im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen den letzten Platz belegt. Nach fünf Umbesetzungen im Boot und dem Erfolg beim Weltcup-Finale vor sechs Wochen gilt das Großboot als Mitfavorit auf WM-Gold.

"Peking ist ein Jahr her. Darüber denken wir nicht mehr nach", sagte Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz).

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