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Der Deutschland-Achter belegte bei den Olympischen Spielen 2008 den letzten Platz © imago

Bei der WM in Posen macht der Deutschland-Achter Lust auf mehr. Im Vorlauf gelingt dem DRV-Boot die schnellste Zeit.

Posen - Der Deutschland-Achter hat ein Jahr nach der Schmach von Peking wieder Oberwasser und geht als Gold-Favorit ins Finale der Ruder-WM in Posen.

"Das war gut fürs Selbstvertrauen. Wir wollen den Titel", sagte Schlagmann Sebastian Schmidt nach dem beeindruckenden Vorlaufsieg auf dem Malta-See.

Ausgelaugt, aber glücklich hockten die Athleten nach ihrem Start-Ziel-Erfolg vor dem Olympia-Zweiten Großbritannien und Australien bei schwierigen Windverhältnissen auf ihren Rollsitzen.

Mit einem Auge blickten sie auf den vorbeifahrenden Titelverteidiger und Olympiasieger Kanada, der den zweiten Vorlauf gewann.

"Wir mischen ganz vorne mit"

"Kanada ist der größte Gegner", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer. Seine in diesem Jahr in vier Rennen noch ungeschlagene Besatzung fuhr allerdings die beste Vorlaufzeit.

"Wir haben das Rennen ab tausend Metern kontrolliert und mischen auch im Endlauf ganz vorne mit", sagte Holtmeyer.

Neun Boote direkt qualifiziert

Angeführt vom Flaggschiff kann sich auch die Bilanz des zuletzt erfolglosen Deutschen Ruderverbandes (DRV) nach den Vorläufen in den 14 olympischen Klassen sehen lassen.

Der Achter steht im Finale, neun Boote haben die Halbfinals erreicht und in vier Klassen stehen noch Hoffnungsläufe an. (Zwei Vorlaufsiege am Sonntag)

"Viele Boote haben sich stabil vorgestellt. Damit können wir zufrieden sein", meinte Cheftrainer Hartmut Buschbacher: "Der Achter hat mir sehr gut gefallen."

Fünf neue Ruderer im Boot

Mit einer halben Länge Vorsprung setzte sich das DRV-Paradeboot durch. "Wir haben das Rennen kontrolliert", sagte Filip Adamski. Vor einem Jahr in Peking hatte das einst so ruhmreiche Großboot noch Schiffbruch erlitten und den letzten Platz belegt.

Danach wurde die Besatzung auf fünf Positionen verändert. Ein Sieg im Endlauf am Sonntag wäre das erste deutsche WM-Gold seit drei Jahren.

Doppelvierer mit Vorlaufsieg

Neben dem Achter-Erfolg gab es für den DRV durch den Doppelvierer um den ehemaligen Einer-Weltmeister Marcel Hacker sowie den Leichtgewichts-Vierer der Männer zwei weitere Vorlaufsiege am Montag.

Enttäuschend verlief der erste Auftritt des Doppelvierers der Frauen. Die Goldhoffnung landete im Vorlauf abgeschlagen hinter der Ukraine und Großbritannien nur auf Rang drei und muss sich nun im Hoffnungslauf einen Platz im Endlauf sichern.

"Das war nicht zufriedenstellend. Ich weiß auch noch nicht, was da los war", meinte Buschbacher. Ebenfalls den Umweg Hoffnungslauf muss der deutsche Frauen-Achter nach Platz zwei im Vorlauf hinter den USA nehmen.

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