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Noske/ Dräger gewannen ihr Halbfinale im Leichtgewichts-Doppelzweier vor den Britinnen Goodsell/Hosking © imago

10 DRV-Boote treten in den WM-Finals der 14 olympischen Klassen. Zwei Halbfinal-Siege bekräftigen die hohen Ansprüche.

Posen - Die deutsche Flotte liegt ein Jahr nach dem olympischen Schiffbruch von Peking wieder auf Kurs.

Bei den Weltmeisterschaften in Posen geht der Deutsche Ruderverband (DRV) mit zehn Booten in den Finals der 14 olympischen Klassen am Wochenende auf Medaillenjagd, das Flaggschiff Deutschland-Achter gilt dabei als Titelfavorit.

In China waren nur sieben Boote in die Endläufe gefahren, am Ende stand mit nur zwei Medaillen das schlechteste Olympia-Abschneiden seit 52 Jahren.

Warten auf einen Titel

"Es ist das Ergebnis, was wir uns erhofft hatten. Dafür haben wir hart gearbeitet. Das ist eine gute Ausgangsposition. Der Anspruch müssen Medaillen sein. Natürlich wollen wir auch Gold", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher nach Abschluss der Halbfinals auf dem Malta-See.

Die einst so erfolgsverwöhnten Ruderer warten seit drei Jahren auf einen Titel bei einer Großveranstaltung.

Am Freitag lösten der Doppelvierer um Marcel Hacker, der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann sowie die Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer und Frauen mit starken Auftritten ihr Finalticket und komplettierten damit die gute Zwischenbilanz.

Einschwören auf die entscheidenden Rennen

Nach vier Verlusten am ersten Halbfinaltag blieb am Freitag kein weiteres Boot auf der Strecke. Bei der titellosen Heim-WM 2007 in München standen nur acht deutsche Boote im Finale.

Halbfinalsiege gab es durch den Männer-Doppelvierer und Anja Noske/Marie-Louise Dräger (Saarbrücken/Rostock) im Leichtgewichts-Doppelzweier. "Wir wollten das Rennen gewinnen, um ein Ausrufezeichen zu setzen. Das war eine saubere Teamleistung", meinte der ehemalige Einer-Weltmeister Hacker.

"Wer im Halbfinale gewinnt, kann auch im Finale ganz vorne dabei sein", sagte Buschbacher. Der Cheftrainer schwor sein Team am Freitagabend bei einer Mannschaftssitzung auf die entscheidenden Rennen ein.

"Silber wäre schon eine kleine Enttäuschung"

Der Deutschland-Achter strotzt bereits vor seinem Finale am Sonntag vor Selbstvertrauen und ist auf den Titel programmiert. "Unser Ziel ist Gold", sagte Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz), während der Berliner Steuermann Martin Sauer ergänzte: "Silber wäre schon eine kleine Enttäuschung."

Sieben WM-Titel hat das Flaggschiff schon eingefahren - zuletzt 2006 in Eton. Auf dem Weg zum achten Triumph wird Titelverteidiger und Olympiasieger Kanada der Hauptgegner sein.

"Aber auch die Niederlande und Großbritannien muss man beachten", so Achter-Trainer Ralf Holtmeyer. Komplettiert wird das Sechser-Feld durch Gastgeber Polen und Italien.

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