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Strahlende Weltmeister: Stephan Krüger (l.) und Eric Knittel © getty

Stephan Krüger und Eric Knittel bescheren dem DRV das erste Gold bei einem Großevent seit 2006. Zwei deutsche Frauen haben Pech.

Posen - Stephan Krüger und Eric Knittel haben die Durststrecke der deutschen Ruderer definitiv beendet.

Bei den Weltmeisterschaften im polnischen Posen sorgte das Duo für das erste Gold in den olympischen Klassen bei einem Großereignis seit drei Jahren gesorgt.

"Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich fühle mich, als wenn ich aus einem Traum aufwache", sagte der Berliner Knittel nach der Triumphfahrt mit seinem Rostocker Partner im Doppelzweier auf dem Malta-See.

Vollkommen erschöpft hockte das siegreiche Duo nach dem taktisch klugen Rennen im Boot.

Schwarz vor Augen im Ziel

"Im Ziel ist mir schwarz vor Augen geworden. Da musste ich erst einmal Luft holen", erklärte Krüger.

Bei ihrem zwölften Sieg in Folge verwiesen sie die Franzosen Julien Bahain und Cedric Berrest um 79 Hundertstelsekunden auf Platz zwei.

Vor Krüger/Knittel hatte der Deutschland-Achter 2006 in Eton WM-Gold für den zuletzt erfolglosen Deutschen Ruderverband (DRV) geholt.

Rocher landet auf Rang fünf

Der erst 19-jährige Magdeburger Mathias Rocher zog überraschend in den Einer-Endlauf ein und wurde im Feld der kompletten Weltspitze noch vor Olympiasieger Olaf Tufte (Norwegen) Fünfter.

Die WM-Krone setzte sich erneut Mahe Drysdale auf. Der Neuseeländer fuhr dabei in 6:33,35 Minuten Weltbestzeit.

Nach tollem Kampf und einem energischen Schlussspurt verpassten Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig (Ulm/Krefeld) eine Medaille im Zweier ohne Steuerfrau nur knapp und landeten auf Platz vier.

Hartmann/Sinnig verpassen Podest

Daher zeigte sich DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher nach der ersten Hälfte der 14 Finals in den olympischen Klassen zufrieden.

"Das gibt der Mannschaft für Sonntag zusätzliches Selbstvertrauen", meinte Buschbacher.

Am Sonntag ist die deutsche Flotte in allen sieben Endläufen vertreten. Das Flaggschiff Deutschland-Achter geht als Top-Favorit ins Rennen.

Auch dem Männer- und Frauen-Doppelvierer werden Titelchancen eingeräumt.

Medaillen-Träume für Sonntag

Medaillen erwarten dürfen auch der Leichtgewichts-Vierer und Steuermann und der leichte Frauen-Doppelzweier.

Die Weltmeister Krüger/Knittel interessierte das unterdessen wenig.

"Weltmeister zu sein, ist ein feines Ding. Nach der langen Enthaltung gibt es jetzt erst einmal eine Riesen-Party", sagte Krüger.

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