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Der hoch gehandelte Männer-Doppelvierer des DRV geht bei der WM leer aus. Zwei Frauenboote sorgen für die deutschen Lichtblicke.

Köln/Lake Karapiro - Hoch gehandelt, tief gefallen: Die Gold-Träume des deutschen Männer-Doppelvierers sind am ersten Finaltag der Ruder-Weltmeisterschaften in Neuseeland geplatzt.

Bei starkem Wind und hohen Wellen fuhr die Crew um Schlagmann Mathias Rocher (Magdeburg) auf Platz vier sogar an der eingeplanten Medaille vorbei.

Daniela Reimer (Potsdam) und Anja Noske (Saarbrucken) mit dem überraschenden Gewinn der Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier und der Frauen-Doppelvierer mit Bronze sorgten auf dem Lake Karapiro dafur, dass der Finalauftakt für den Deutschen Ruderverband (DRV) kein Schlag ins Wasser wurde.

Deprimiert auf den Rollsitzen

"Von Daniela und Anja war das eine hervorragende Leistung. Auch mit der jungen Mannschaft des Frauen-Doppelvierers bin ich sehr zufrieden", sagte Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Untröstlich war dagegen der Männer-Doppelvierer. Deprimiert hockte die Crew nach dem enttäuschenden Rennverlauf auf den Rollsitzen. "Das ist sehr schade für die Jungs. Sie kamen mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht", meinte Buschbacher.

Die Bedingungen seien grenzwertig gewesen, aber man hätte es vertreten können, dass die Rennen nicht abgebrochen worden seien, fügte der DRV-Cheftrainer an.

Hochstimmung bei Reimer/Noske

Das Duo Reimer/Noske trotzte den Verhältnissen und musste sich nach 2000 Metern nur Kanada um 1,13 Sekunden geschlagen geben.

"Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, dass eine Medaille rausgekommen ist. Wir fühlen uns richtig gut", sagte Reimer.

Auch beim Doppelvierer der Frauen herrschte gute Stimmung nach dem Gewinn der Bronzemedaille hinter Großbritannien und der Ukraine. "Das war ein hartes Rennen bei diesem Wetter. Ich bin froh, dass wir so gut die Strecke runtergekommen sind", sagte die Berlinerin Tina Manker.

Noch sechs DRV-Boote in den Endläufen

Hoffnung auf eine Medaille machten die Titelverteidiger Eric Knittel (Berlin) und Stephan Kruger (Rostock) im Doppelzweier als Zweite des Halbfinals.

Der DRV ist in den restlichen neun Endläufen der olympischen Klassen mit sechs Booten vertreten.

Als Goldfavorit geht der Deutschland-Achter als Titelverteidiger ins Finale am Sonntag. "Großbritannien ist der größte Gegner. Aber wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer.

Das DRV-Paradeboot ist seit dem letzten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking auf der 2000-m-Strecke ungeschlagen.

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