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Der deutsche Leitgewichts-Vierer hatte 2009 in Posen noch WM-Gold an Land gezogen © getty

Die deutschen Boote gehen am WM-Samstag leer aus. Einem Gold-Boot von 2009 bleibt nur Blech. Die Erklärungen fallen dürftig aus.

Köln/Lake Karapiro - Schlag ins Wasser am anderen Ende der Welt: Die Boote des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) sind am zweiten Finaltag der Weltmeisterschaften in Neuseeland in den olympischen Klassen nur hinterhergefahren.

Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann verpasste auf dem Lake Karapiro als Titelverteidiger auf dem vierten Rang die Medaillen knapp, der Zweier ohne Steuermann und der Zweier ohne Steuerfrau waren hingegen chancenlos.

Wir wissen im Zweier um unsere Schwierigkeiten und müssen unsere Hausaufgaben machen", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Nach zehn der insgesamt 14 Finals in den olympischen Klassen fällt die DRV-Bilanz mager aus.

Buschbacher kündigt Aufarbeitung an

So gab es erst zwei (Silber und Bronze) der angepeilten fünf Medaillen. Von den drei Goldmedaillen der WM 2009 im polnischen Posen ist die deutsche Flotte weit entfernt.

"Nach der WM müssen wir die Ergebnisse kritisch analysieren", meinte Buschbacher.

Die größten Goldhoffnungen ruhen zum Abschluss auf dem seit zwei Jahren auf der olympischen 2000-m-Distanz ungeschlagenen Deutschland-Achter. Zudem sind Medaillen im Männer- und Frauen-Doppelzweier möglich.

Leichtgewichts-Vierer geht die Puste aus

Die Hoffnungen des Leichtgewichts-Vierers erfüllten sich vor 10.000 Zuschauern nicht. Dabei lag das Boot bei fairen Bedingungen zwischenzeitlich sogar in Führung, doch im Schlussspurt ging dem Titelverteidiger in einem denkbar knappen Rennen ein wenig die Puste aus.

"Ein Fehler ist mir nicht aufgefallen. Man braucht den richtigen Tag und das notwendige Glück, um eine Medaille zu gewinnen", sagte der Saarbrücker Martin Kühner.

Am Ende fehlten der Crew 0,56 Sekunden zu Gold und 0,48 Sekunden zu Bronze.

Zu wenig Risiko beim Zweier ohne

Davon waren Andreas Kuffner (Berlin) und Eric Johannesen (Hamburg) als Fünfte im Zweier weit entfernt. Das Duo verlor schnell den Anschluss und griff nie in den Kampf um die Medaillen ein.

Gleiches galt auch für Kerstin Hartmann (Ulm) und Marlene Sinnig (Krefeld). "Wir sind von Anfang an nicht ins Rennen gekommen", sagte Hartmann nach dem sechsten und letzten Platz im Finale.

Trainer Christian Viedt monierte: "Wir sind zu vorsichtig losgefahren. Es wäre wohl besser gewesen, wenn wir Risiko gegangen wären."

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