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Der Achter ist bei den Männern seit 1900 olympisch © getty

Das Deutsche Flaggschiff gewinnt den Weltcup-Auftakt. Auch Marcel Hacker meldet sich nach einer Pause eindrucksvoll zurück.

München - Der Deutschland-Achter hat seine Ausnahmeposition unterstrichen und ist beim Weltcupauftakt in München-Oberschleißheim seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) wahrte am Sonntag seinen Nimbus und gewann mit einem Start-Ziel-Sieg auch das 21. Rennen in Folge.

Seit der herben Schlappe bei Olympia 2008 in Peking dominiert die Crew um Steuermann Martin Sauer (Berlin) die 2000-m-Distanz.

Auf dem olympischen Kurs von 1972 verwies der amtierende Weltmeister seinen schärfsten Rivalen Großbritannien auf den zweiten Platz.

Gelungener Härtetest

In 5:26,75 Minuten distanzierte Deutschland die Briten um 1,31 Sekunden. Die Besetzung um Sauer, Schlagmann Kristof Wilke (Radolfszell), Toni Seifert, Gregor Hauffe (beide Leverkusen), Lukas Müller (Düsseldorf), Richard Schmidt (Trier), Florian Mennigen (Ratzeburg), Eric Johannesen (Bergedorf) und Andreas Kuffner (Berlin) gewann damit den ersten internationalen Härtetest der Saison.

Hacker meldet sich zurück

Einer-Ruderer Marcel Hacker hat sich indes nach mehrmonatiger Pause mit einer ansprechenden Leistung in der Weltelite zurückgemeldet. Der Weltmeister von 2002 belegte Rang zwei und feierte damit eine bemerkenswerte Rückkehr in den Kreis der besten Skuller.

Weltmeister siegt

Um 1,9 Sekunden schneller als der 34-jährige Frankfurter war in 6:46,92 Minuten lediglich der amtierende Weltmeister Ondrej Synek aus Tschechien. Hacker zeigte sich auf dem Weg zur Weltmeisterschaft im slowenischen Bled (28. August bis 4. September) und Olympia 2012 in London in guter Form.

Siegreiche Flotte

Siege gab es für die deutschen Boote überdies noch im Doppelzweier, im leichten Doppelzweier sowie im Doppelvierer. Annkatrin Thiele (Leipzig) überzeugte als Zweite im Frauen-Einer.

Ähnlich erfolgreich wie die Deutschen bei ihrem Heimrennen war nur Großbritannien mit dem deutschen Cheftrainer Jürgen Gröbler.

Die Briten kamen in den 14 olympischen Bootsklassen gar fünfmal auf Platz eins. Dänemark, die Niederlande, die Ukraine und Weißrussland holten je einen Erfolg.

Nur zwei Schwachpunkte

Insgesamt standen zehn DRV-Boote in neun olympischen Klassen im Endlauf. Lediglich der Frauen-Zweier ohne und der leichte Männer-Vierer ohne hatten sich nicht für das A-Finale qualifiziert.

Der nächste Weltcup findet in Hamburg (17. Juni bis 19. Juni) statt, bevor traditionell in Luzern in der Schweiz (8. Juli bis 10. Juli) der dritte und letzte Wettbewerb folgt.

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