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Der Achter ist das Paradeboot der deutschen Ruderer. Nach Olympiagold 2012 gab es 2013 WM-Silber
Das DRV-Flaggschiff holt am Tangeum-See Platz 2 © getty

Erstmals seit fünf Jahren siegt der DRV-Achter bei einem Großereignis nicht. Wilke nimmt Silber mit gemischten Gefühlen hin.

Chungju - Die Titelserie des Deutschland-Achters ist bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju gerissen.

Zum ersten Mal seit Olympia 2008 in Peking unterlag das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) wieder bei einem internationalen Großereignis.

Zwiespältige Gefühle bei Wilke

Im Finallauf auf dem Tangeum-See musste die Crew von Trainer Ralf Holtmeyer in 5:30,89 Minuten dem Achter aus Großbritannien (5:30,35) knapp den Vortritt lassen und holte Silber.

"Im ersten Moment hatte ich das Gefühl, Gold verloren zu haben, aber irgendwo haben wir auch Silber gewonnen. Wir hatten einfach nicht genug Trainingskilometer. Mehr ging heute nicht", sagte Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell).

Sauer bemängelt Stehvermögen

Steuermann Martin Sauer (Berlin) fügte angesichts der Umstellungen nach dem Olympiasieg von London hinzu: "Wir brauchen nicht unzufrieden zu sein, denn wir bauen gerade ein neues Team. Uns fehlt in der Mitte noch das Stehvermögen."

Es war die insgesamt fünfte Medaille für den DRV bei den Titelkämpfen und die zweite am Schlusstag. Zuletzt war das deutsche Paradeboot 2007 in München bei einer Weltmeisterschaft geschlagen worden, damals von Kanada.

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