"Ruder-Professor" Hans Lenk feiert am Dienstag seinen 75. Geburtstag. Lenk gewann mit dem Deutschland-Achter 1960 in Rom olympisches Gold.

Dem unvergessenen Karl Adam verdankte der in Berlin geborene Lenk nicht nur seine sportlichen Erfolge, die Trainer-Legende prägte ihn auch in seinem beruflichen Leben.

Adam, Lehrer von Lenk am Ratzeburger Gymnasium, weckte sein Interesse an der Philosophie. Nach seiner Sportler-Karriere studierte Lenk Mathematik, Philosophie, Soziologie, Sportwissenschaft und Psychologie in Freiburg und Kiel.

Nachdem Lenk als Amateur-Trainer den Achter 1966 zum WM-Sieg geführt hatte, trat er drei Jahre später eine Stelle als Philosophie-Professor an der Universität Karlsruhe an.

Im Laufe der Jahre galt Lenk nicht nur als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Gegenwartsphilosophie, sondern auch als einer der produktivsten. Seine Publikationsliste umfasst weit über 2000 Titel.

Auch international machte sich Lenk einen Namen. 1995 wurde er in die Internationale Akademie für Philosophie der Wissenschaften und acht Jahre später in die Russische Akademie der Wissenschaften berufen.

Von 1990 bis 1993 war er Präsident der Allgemeinen Philosophie in Deutschland, danach war er bis 2008 Vorstandsmitglied der Weltgesellschaft für Philosophie FISP.

2005 wurde Lenk als erster Deutscher sogar zum Präsidenten der Weltakademie der Philosophie gewählt.

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