Der Deutschland-Achter und Ex-Weltmeister Marcel Hacker führen das Aufgebot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) beim am Freitag beginnenden Weltcup in München-Oberschleißheim an.

Auf der Olympia-Regattastrecke von 1972 beginnt nicht nur die internationale Saison, es ist auch eine Art Startschuss in Richtung Olympische Spiele 2012 in London.

"Ab jetzt geht es los. Schon jetzt müssen wir den leistungsfähigsten Kader finden und London im Ziel haben", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Alle Maßnahmen seien künftig auf Olympia abgestimmt. "Wir wissen, welche Leistungen wir bringen müssen, um dort zu gewinnen", sagte Buschbacher.

Aus den schwachen Auftritten bei den Spielen in Athen (2004) und Peking (2008) habe man Schlussfolgerungen gezogen und werde nun "langfristig aufbauen".

Im Blickfeld steht dabei vor allem das Flaggschiff des Verbandes. "Das ist unsere Heimstrecke, unser Heimweltcup. Und es ist der erste richtige Härtetest", sagte Achter-Steuermann Martin Sauer: "Wenn wir hier bestehen, werden wir auch im Rest der Saison eine gute Rolle spielen".

Das DRV-Paradeboot ist seit dem letzten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 auf der 2000-m-Distanz ungeschlagen und will in dieser Saison zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden.

Hacker gehe laut Buschbacher "gut vorbereitet" in den ersten Weltcup. Auch für ihn sei die Konkurrenz hochkarätig. "Er peilt einen Platz unter den Top drei an", sagte der Cheftrainer.

München wartet indes mit einem neuen Modus auf. Statt der gewohnten Vorläufe werde diesmal ein Einzel-Zeitfahren stattfinden, teilte Bernd Schumacher, Veranstalter des Ruder-Weltcups und Mitglied im Weltverband FISA, mit.

Alle 30 Sekunden werde ein Boot starten. Die Finals in den 14 olympischen Klassen finden am Sonntag statt.

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