Nach dem glänzenden Auftakt hat die deutsche Ruder-Flotte am zweiten Tag der WM im slowenischen Bled die ersten Rückschläge erlitten.

Der Frauen-Achter belegte in seinem Vorlauf abgeschlagen den letzten Platz und muss für die angepeilte Finalteilnahme nun den Umweg Hoffnungslauf nehmen. Auch der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger/Anja Noske muss nach Platz drei im Vorlauf in den Hoffnungslauf.

"Das war ein kleiner Rückschlag, aber insgesamt können wir mit dem Start zufrieden sein. Ich blicke dem weiteren Verlauf der WM zuversichtlich entgegen", sagte Siegfried Kaidel, der Präsident des Deutschen Ruderverbandes.

Für einen kleinen Lichtblick auf dem idyllischen Bleder See sorgten am Montag Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig im Zweier ohne Steuerfrau. Durch den dritten Rang im Hoffnungslauf erreichte das Duo das Halbfinale.

Sinnig hatte im Vorlauf am Sonntag wegen Rückenproblemen noch auf einen Start verzichten müssen und war durch Katrin Reinert ersetzt worden.

Zehn DRV-Boote hielten sich in den Vorläufen der 14 olympischen Klassen schadlos, vier Boote müssen im Hoffnungslauf ihr Glück versuchen. Darunter der Frauen-Achter, der einen schwachen Eindruck hinterließ.

"Wir sind nicht zufrieden", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher, der nach sechs Vorlaufsiegen zum WM-Auftakt noch gestrahlt hatte.

Die Probleme im Frauen-Riemenbereich waren dem DRV aber schon vor der WM bekannt.

Der Rückstand auf Vorlauf-Sieger USA betrug nach 2000 m knapp 14 Sekunden. Der Frauen-Achter muss bei der WM mindestens Fünfter werden, um das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London direkt zu lösen.

Der seit über drei Jahren unbesiegte Deutschland-Achter greift nach seinem Vorlaufsieg am Mittwoch mit seinem Halbfinale wieder ins Geschehen ein.

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