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Ma'a Nonu (l.) legte mit seinem Versuch in der 6. Minute den Grundstein zum Finaleinzug © getty

Neuseeland lebt den Traum vom Titelgewinn bei der Heim-WM weiter. Im Duell mit Nachbar Australien setzen sich die Gastgeber durch.

Von Tobias Rieger

Auckland - Neuseeland hat seine Favoritenstellung bei der Rugby-WM im eigenen Land untermauert und ist Frankreich ins Endspiel gefolgt (So., ab 9.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

Vor 60.000 Zuschauern im Eden Park in Auckland gewannen die Gastgeber, die bisher jede Partie dominiert hatten, 20:6 gegen Australien und peilen nun den ersten WM-Titel seit 1987 an (DATENCENTER: Alles zur Rugby-WM).

Der zweimalige Titelträger Australien dagegen verpasste seine vierte Finalteilnahme und trifft nun im Spiel um Platz drei auf Wales.

Rückkehr der Verletzten

Neuseeland-Trainer Graham Henry nahm im Vergleich zum Viertelfinalsieg gegen Argentinien drei Änderungen vor: Aaron Cruden ersetzte den verletzten Colin Slade auf der Position des Verbindungshalbs, außerdem kehrten Israel Dagg und Richard Kahui nach Verletzungen zurück. Mils Muliaina und Sonny Bill Williams nahmen deshalb vorerst auf der Bank Platz.

Bei den Australiern, die in der letzten Runde Südafrika aus dem Turnier kickten, musste Coach Robbie Deans auf den verletzten Kurtley Beale verzichten. Ersetzt wurde der Schlussmann durch Adam Ashley-Cooper. Anthony Faingaa rückte auf den zweiten Innendreiviertel, Rob Horne wich aus der Startformation.

Früher Versuch der All Blacks

Es wurden hohe Erwartungen an die Partie zwischen zwei der besten Teams der Welt gestellt, und sie begann mit einem Paukenschlag: Bereits in der 6. Minute durchbrach Ma'a Nonu die australischen Reihen und legte den ersten Versuch der Partie.

Piri Weepu verpasste zwar die anschließende Conversion, konnte aber wenig später per Strafkick auf 8:0 für den Gastgeber erhöhen.

Deutliche Halbzeit-Führung

Die "Wallabies" zeigten sich stark beeindruckt von der forschen Startphase der All Blacks. James O'Connor verkürzte per Strafkick auf 3:8 (16.), doch schon sechs Minuten später stellte Aaron Cruden mit einem Dropkick aus dem Spiel heraus den alten Abstand wieder her.

Australien kam ebenfalls per Dropkick durch Quade Cooper wieder ran (32.), den Schlusspunkt in der ersten Hälfte setzte allerdings Weepu, der einen Strafkick erfolgreich zum 14:6 für die Hausherren verwandelte (38.).

[kaltura id="0_34kj60i0" class="full_size" title="Die Highlights: Australien - Neuseeland"]

Neuseeland zu dominant

Ähnliches Bild nach dem Seitenwechsel: Neuseeland ließ den Nachbarn nicht ins Spiel kommen. Weepu - erneut per Strafkick - erhöhte in der 42. Minute auf 17:6.

In der Folgezeit verflachte die Partie allerdings zusehends. Australien stand eng am Mann und nahm den Angriffen der "All Blacks" das Tempo, konnte sich seinerseits aber in der Offensive nicht entscheidend in Szene setzen.

Ergebnis-Kosmetik durch "Aussies"

Es dauerte bis zur 72. Minute, als die Zuschauer die nächsten Punkte zu sehen bekamen. Weepu verwandelte einen Strafkick und sorgte für den 20:6-Endstand.

Letztlich ein verdienter Sieg der Neuseeländer. Die "Wallabies" scheiterten vor allem an Fehlern in den eigenen Angriffsreihen, verhinderten aber dank einer soliden Defensivarbeit eine noch höhere Niederlage.

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