Wegen der Folgen des schweren Erdbebens vor knapp einem Monat werden während der Rugby-Weltmeisterschaft in Neuseeland (9. September bis 23. Oktober) keine Spiele in Christchurch ausgetragen.

WM-Chef Murray McCullay gab am Mittwoch nach einer Sitzung mit Offiziellen des Rugby-Weltverbandes (IRB) bekannt, dass die zweitgrößte Stadt des Landes nicht wie geplant fünf Gruppenspiele und zwei Viertelfinals austragen wird.

Der IRB hatte aufgrund des Bebens, bei dem am 22. Februar mehr als 160 Menschen gestorben und große Teile der Stadt zerstört worden waren, zuletzt eine Entscheidung über eine Verlegung der in Christchurch geplanten Spiele offen gelassen.

Zunächst ermittelten Experten das genaue Ausmaß der Beschädigungen an der Spielstätte Lancaster Park und beschrieben in einem Gutachten die Chancen auf eine Sanierung des Stadions bis Turnierstart. Zweifel, dass die 45.000 Zuschauer fassende Arena und auch zahlreiche Hotels in der Stadt bis zu den Spielen wieder hergerichtet sein werden, haben nun zur Absage an Christchurch geführt.

Die betreffenden Gruppenspiele wurden an verschiedene Orte vergeben, die an Christchurch vergebenen Viertelfinals finden in Auckland statt. Die 7. WM in der ab 2016 olympischen Sportart wird damit nur in zwölf Städten stattfinden. Als Titelverteidiger von 2007 tritt Südafrika in Neuseeland an.

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